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Ballerina High: Actaeon, der Diana-Stalker

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LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140In Ovids »Metamorphosen«, die 15 Bücher mit bis zu 900 Versen umfassen, finden sich 250 Verwandlungsgeschichten aus der antiken Mythologie, darunter auch die Sage von Diana und Actaeon:

Der Jäger Actaeon beobachtet die Göttin Diana und ihre Nymphen beim Bad an einer Quelle. Das macht die Göttin so böse, dass sie ihn in einen Hirsch verwandelt und von seinen eigenen Hunden zu Tode hetzen und zerfleischen lässt. – Tja, so kann es gehen!

Ovids »Metamorphosen« bieten aber auch jede Menge Stoff für Choreografien. Ein Blick auf Youtube lohnt sich!

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Ballerina High – Diana: Der Roman mit den vielen Gesichtern 2

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LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Hier geht’s zum Artikelanfang: Diana – der Roman mit den vielen Gesichtern Teil 1

Dann ist da noch der strahlende Held Christopher, der im dritten Roman komplett abstürzt. Auch er sollte nicht zum Othello werden, wie man am Ende sieht, das war mir dann doch zu offensichtlich. Und auch das Namenswortspiel, das Tylor und Christopher öfter spielen, indem sie sich mit den femininen Varianten ihrer Vornamen ansprechen, wollte nicht so recht zünden. Christopher als Othello und Trisha als Desdemona – man kann es auch übertreiben! Außerdem funkte der recht eigensinnig gewordene Sam dazwischen. Da half nur eins: Das Klischee vom marodierenden Antihelden musste irgendwie umgangen werden. Somit wanderte »Othello« zurück in den Kostümfundus und ließ immerhin eine Ahnung von Eifersucht zurück. Schließlich wollte ich irgendwie auch die Todsünden einbauen.

Da die Paris-Sage als Namensgeberin schon für den Roman »Carmen« im Gespräch war, überlegte ich, ob ich es mit Helena probieren sollte, aber mir ging die ganze weibliche Zurückhaltung, die in dieser Sage zum Tragen kommt, auf die Nerven. Neben dem latenten Zickenterror des dritten Bandes sollte ein Kontrapunkt aus der Mythologie die Sache aufmischen. Tatsächlich fand ich, als meine Liebsten schon längst die Lust am Diskutieren verloren hatten, eine Göttin, die eine ausreichend aggressive Basis mitbringt, um als Sinnbild für Rachsucht zu dienen, und das war, ihr ahnt es bereits: Diana.

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Ballerina High – Diana: Der Roman mit den vielen Gesichtern 1

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LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Nachdem ich mit der Namensfindung bei »Eurydike« erstaunlich wenig Schwierigkeiten hatte, wurde es beim dritten Band wieder kniffelig: Der offizielle Name des Grand Pas de Quatre war der Verlegerin »zu französisch« – ach was! Und es ließ sich auch kein Name aus der Hintergrundgeschichte zum echten Grand Pas de Quatre als Titel verwursten, obwohl für das Ballett-Divertissement, das Jules Perrot 1845 choreografierte, gleich vier Primaballerinen mit jeder Menge Extravaganzen zur Auswahl standen. Zwar klingen die Namen Lucile Grahn, Carlotta Grisi, Fanny Cerrito und Marie Taglioni nach großen Dingen, die in Spitzenschuhen auf die Schüler der Youth Ballet High School zueilen. Der Vorname der Ballerina Marie Taglioni war eine Weile im Gespräch, weil ihr Vater angeblich die Spitzenschuhe erfunden hat; mehr dazu im Werkstattbericht zu Band 4. Aber »Marie« kam mir dann doch zu brav daher. Schließlich wird am Ende des Romans nicht nur mit Worten ausgeteilt.

Und so kramte ich noch einmal ausführlich in der Kiste der mythologischen Namen. Mehrere Tage diskutierte ich mit meinen Liebsten darüber. Den Weg, den die Namensentscheidung schließlich nahm, kann ich nicht mehr vollständig nachvollziehen, weil zu viele Namen auf dem Abendbrottisch landeten und teilweise noch den allerersten Plotentwürfen entsprachen, die zum Diskussionszeitpunkt nicht mehr existierten.

So war z.B. der Name »Othello« hinfällig. Der eifersüchtige Feldherr der gleichnamigen Ballettoper, der am Ende seine geliebte Frau Desdemona erwürgt, war ursprünglich die Vorlage für Sam Connor, den rehabilitierten Ladendieb. Mir schwebte ein hochneurotischer Jugendlicher mit psychotischen Schüben vor, bis ich merkte, dass Sam etwas ganz anderes im Sinn hat. (Er hat einfach so damit angefangen. Und ich konnte nix dagegen machen). Folglich hat Sam Jade zwar übel mitgespielt, aber ich hatte Zweifel, ob ein versuchter Mord an Jade nicht doch zu unrealistisch ankäme. (Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.)

Dann ist da noch der strahlende Held Christopher, der im dritten Roman komplett abstürzt. Auch er sollte nicht zum Othello werden, wie man am Ende sieht, das war mir dann doch zu offensichtlich. Und auch das Namenswortspiel, das Tylor und Christopher öfter spielen, indem sie sich mit den femininen Varianten ihrer Vornamen ansprechen, wollte nicht so recht zünden. Christopher als Othello und Trisha als Desdemona – man kann es auch übertreiben! Außerdem funkte der recht eigensinnig gewordene Sam dazwischen. Da half nur eins: Das Klischee vom marodierenden Antihelden musste irgendwie umgangen werden. Somit wanderte »Othello« zurück in den Kostümfundus und ließ immerhin eine Ahnung von Eifersucht zurück. Schließlich wollte ich irgendwie auch die Todsünden einbauen …

Hier geht’s demnächst weiter: Der Roman mit den vielen Gesichtern Teil 2

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Ballerina High: Schöne Aussichten!

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53_BHigh02_Eurydike_140Meine Verlegerin hat sich mal wieder aufgeregt, weil ich die Vorgaben ein bisschen freier als verlangt ausgelegt habe: »DREI Romane, habe ich gesagt. Das, was du herausgesucht hast, reicht locker für FÜNF!«

»Dann suche ich eben noch ein bisschen mehr und schreibe sieben Romane«, meinte ich. »Weil es ja auch sieben Todsünden sind.«

»Autoren«, war alles, was die Verlegerin dazu noch zu sagen hatte.

Und deshalb ist die Geschichte mit Faith auch noch nicht zu Ende. Oder hat jemand geglaubt, dass ich sie einfach so sterben lasse? 🙂

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Ballerina High: Meine Umbenennungs-Neurose …

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53_BHigh02_Eurydike_140… wurde bei Eurydike übrigens durch eine Verkürzung ersetzt: Ich habe »Orpheus« aus dem Titel gestrichen, sodass nur noch Eurydike übrigblieb. Für mich ist das ein weiteres Steinchen der literarischen Rache, die ich für Eurydike, die Unsichtbare, genommen habe.

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Ballerina High Band 3: Diana

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Der neue Roman von Alicia Mirowna

Bettany Townsend, Lehrerin der Jahrgangsstufe, macht sich schwere Vorwürfe, dass sie Faiths Hilferufe nicht erkannt hat. Sie muss mit einem Disziplinarverfahren an der Youth Ballet High School rechnen. Dass ihr Kollege Liam Hobbs ihr zusätzlich Steine in den Weg legt, ist alles andere als hilfreich, als es um die endgültige Entscheidung geht, ob Jade oder Trisha den Boléro bei der Abschlussgala tanzen wird.
Zoe soll Faiths Rolle im Pas de Quatre übernehmen. Dumm nur, dass sie besser tanzt als Heather, Norma und Ava und damit das perfekte Gesamtbild zerstört. Tanzt sie jedoch schlechter, wirkt sich das auf ihre Abschlussnote aus. Dazu kommen die kleinen Gemeinheiten der drei Oberzicken – alles nurein Zeichen ihrer Unsicherheit?
Jade kommt inzwischen ganz gut ohne Trisha zurecht, da sie in Heather eine neue Freundin gefunden zu haben glaubt. Doch Heathers zugeknöpfte Art und ihre Sticheleien gegen Trisha machen Jade nachdenklich und die Zeit mit Heather langweilig. Wie gut, dass die verliebte Jade ihre Nachmittage mit Sam verbringen kann! Alles ist rosarot, bis Jade unverhofft hinter sein sorgsam gehütetes Geheimnis kommt und in einen Abgrund starrt. Noch einmal nehmen die Ereignisse einen dramatischen Verlauf, bei dem sogar Blut fließt …

Eine High School im Norden von Ohio, USA: Ein Wort, im Zorn gesagt, kann irreparables Unheil anrichten. Neue Freundschaften erweisen sich als falsch, alte werden auf eine harte Probe gestellt. Machenschaften, in Raserei angezettelt, werden wie im Tanz um Acteon und Diana aufgedeckt und gerächt. Doch zu Ende ist das Schuljahr damit noch lange nicht!

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Ballerina High: Pas de Quatre – schön, aber inhaltslos

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53_BHigh02_Eurydike_140Die vier berühmtesten Ballerinen der Romantik Lucile Grahn, Carlotta Grisi, Fanny Cerrito und Marie Taglioni führten 1845 das von Jules Perrot choreografierte Ballett-Divertissement auf. Die Damen waren sich aber von Anfang an nicht grün, sodass Applausordnung und Auftrittsfolge von Jules Perrot festgelegt werden mussten, um Ärger zu vermeiden. Es gab wahrscheinlich aus diesem Grund auch nur vier Vorstellungen.

Nicht nur wegen der historischen Zwistigkeiten ist dieser Tanz für Faith unerträglich. Er scheint ihr über genauso wenig Inhalt zu verfügen wie ihr eigenes Leben. In der rigorosen Tanzordnung fühlt sie sich wie eine Marionette. Dazu kommt, dass auch die Mitschülerinnen Ava, Norma und Heather ihre Probleme damit haben, nicht der Nabel der Welt zu sein, wie die vier Ballerinen es getan haben. Mehr verrate ich noch nicht, jedoch sollte man sich für die folgenden Romane die Szene merken, in der Faith fast über die Ferse eines anderen Mädchens stolpert.

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Ballerina High: Trägheit, die Todsünde

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53_BHigh02_Eurydike_140Heather, Norma und Ava hätten Faith helfen können, entscheiden sich jedoch im letzten Moment dagegen, weil sie den Glauben nicht aufgeben wollen, dass trotzdem alles in Ordnung ist. Gleichzeitig geben sie jedoch ihre Freundin Faith auf, was auch Glaube heißt – paradox, nicht? Und nur genau in diesem Umfeld kann Faith vorerst den Abgang in die Unterwelt wagen.

Ich habe mich in diesem Punkt an der Realität orientiert. Psychische Beeinträchtigungen werden nicht erkannt oder das Wissen, dass etwas nicht stimmt, verdrängt, weil die Veränderungen, die daraus für die betroffene Gruppe erfolgen würden, immens sind. Das System um den Beeinträchtigten herum funktioniert »irgendwie«; deshalb besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf, etwas zu ändern. Früher oder später wird es jedoch für den Beeinträchtigten, der quasi der Symptomträger für das »erkrankte« System ist, unerträglich, und er bricht aus. Das System um ihn herum fällt zusammen – jetzt werden Veränderungen möglich.

Warum jedoch muss es erst soweit kommen? Die Beteiligten um den Beeinträchtigten herum müssten, um einen Zusammenbruch zu verhindern, ständig ihre eigene Funktion in der Gruppe analysieren, was, seien wir ehrlich, nervig und zeitaufwändig ist. Dabei können auch unangenehme Dinge wie unangemessene Verhaltensweisen herauskommen. Und wer will sich schon selbst so genau gespiegelt sehen? Also ist wohl die Trägheit menschlich, wenn auch nicht unbedingt förderlich. Welche Folgen sie für die Serie Ballerina High hat, habe ich im dritten Band Diana aufgegriffen.

Das ist aber nur eine Teilwiedergabe der Sage. Schließlich hat Eurydike sich mit Orpheus’ Hilfe noch einmal auf den Weg in die Oberwelt gemacht, und auch Faith soll diese Gelegenheit bekommen. Sie lässt nicht nur ihre entsetzten Mitschüler zurück, sondern auch ihre Rolle als »Mère« im Pas de Quatre, die jetzt neu besetzt werden muss. Damit werden neue Probleme aufgeworfen – auch im dritten Band Diana.

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Ballerina High: Literarische Rache für Eurydike

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53_BHigh02_Eurydike_140In den »Sagen des klassischen Altertums« ist Eurydike eine ziemliche Langweilerin. Sie gibt alles auf, was ihr Dasein ausmacht, statt zu fordern, dass Orpheus sich gefälligst auch nach ihr richtet. So konnte ich das natürlich nicht stehenlassen! Ich wollte, dass Faith als Eurydike die depressive Phase auslebt, wenn auch größtenteils in ihrem Kopf, und mit ihrem daraus resultierenden Verhalten ihre Mitschüler stark verunsichert.

Aber wie sieht es im Kopf eines Menschen aus, der sich täglich ein bisschen mehr von der Realität entfernt? Man muss nicht mit Chemikalien experimentieren, um das herauszufinden. Jeder ist mal traurig, ohne gleich krank zu sein. Diese Phasen kommen und gehen auch bei einem »gesunden« Menschen. Ich setze das Wort in Anführungszeichen, weil die World Health Organization (WHO) dazu zwar eine Definition anführt, aber diese auch Spielraum lässt: Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Kann man mit diesen Vorgaben auch eine Definition für den literarischen Hausgebrauch ableiten? Ich bezeichne Krisen, die mit merklicher psychischer Labilität einhergehen, als »seelische Grippe«, die wie die virale Grippe den ganzen Menschen in Mitleidenschaft zieht. Man fühlt sich schlapp, traurig bis hin zur Depression, will in Ruhe gelassen werden und schlägt sich mit angsteinflößenden Träumen und Gedanken herum. Irgendwann wird es besser, aber man braucht viel Geduld und vor allem das Verständnis seiner Mitmenschen. Daran mangelt es in der High School, weil Faiths Mitschüler natürlich nicht als fertige Psychologen auf die Welt gekommen sind.

Zurück zur Sage: Nach Eurydikes endgültigem Entschwinden singt Orpheus allein bis an sein Lebensende nur noch traurige Weisen. Eurydike hingegen kann unbehelligt in der Unterwelt weiterexistieren, frei von Kummer und Sorgen. Davon erfährt der Sagen-Fan aber nichts. Deshalb sieht Faiths literarische Rache in Eurydikes Namen so aus, dass sie nach ihrer bewussten Entscheidung zum Suizid zunächst in den Köpfen ihrer Mitschüler weiterlebt. Und das hat teilweise ziemlich heftige Auswirkungen.

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Ballerina High: Steckt in CARMEN eine Botschaft?

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53_BHigh01_Carmen_140Die Botschaft kurz und knackig: Manchmal reicht ein unbedachtes Wort oder ein dahingesagter Satz, um etwas ins Rollen zu bringen.

Die Begründung: Jade Collisters spontane Freundschaft zu Samuel Connor, dem rehabilitierten Kleinkriminellen, bringt die Pläne mehrerer Figuren ins Wanken. Was am Ende des Romans Carmen noch wie ein beginnender Zickenkrieg zwischen zwei Freundinnen aussieht, hat in Wirklichkeit weitreichende Konsequenzen für ihre Familien und weitere Schüler der Youth Ballet High School, denn Samuel und Jade haben mehr gemeinsam, als sie anfangs vermuten. Eine Testleserin meinte, ich solle unbedingt diesen Satz in den Anhang schreiben: »Achtet wirklich in jedem Roman auf jedes Detail. Und auch, wenn es nicht so erscheint: Jede Figur ist wichtig! – Sonst tappt ihr im siebten Roman Cinderellabis zum letzten Kapitel im Dunkeln.«

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