Beim Stammtisch der Federknechte wurde vorsichtig über Hoffnung, Texte und Verlage gesprochen. Fachsimpeleien wurden über den Tisch gestreut wie Konfetti, jedoch nicht zur Belustigung. Dieses Konfetti glich scharfen Handgranaten, mit denen der andere zum Schweigen gebracht werden sollte. Es gab immer einen, der es besser wusste oder schon mehr Erfahrung hatte. Notfalls kannte man jemanden, der einen anderen kannte, der wichtig war. War die Schreiberei für diese Autoren Mittel zum Zweck, um sich selbst umständlich zu erhöhen, weil sie sich zu etwas anderem als dem Schreiben nicht in der Lage sahen? Waren ihre Texte so etwas wie Geister, die man beschwor, bis sie endlich »erschienen« und etwas oder jemanden erlösten?
Und wenn ja, wovon wollte der Schreibende erlöst werden?

Die Liebe meines Lebens.
E-Book, ca. 380 Seiten, ISBN 9783940582898, April 2019, 3,99 €
Print-Ausgabe, 388 Seiten, ISBN 9783940582911, Mai 2019, 12,99 €