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Das ganz spezielle Mutter-Tochter-Verhältnis

Pirouette01140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 21.06.2013, 10.28 Uhr

Ich will das Problem anhand des laufenden Projektes darlegen:

Isabel und Elvira pflegen ein ganz spezielles Mutter-Tochter-Verhältnis. Momentan beschränkt es sich auf böse Mutter – arme Tochter. Kommt immer gut, weil ich mich an die zahlreichen Märchenvorlagen halte, nur dass Elvira nicht die Stiefmutter ist und Isabel auch etwas auf dem Kerbholz hat. Bisher habe ich Elvira verbal auf Isabel einprügeln lassen, aber dafür sind mir die Ideen ausgegangen – auch mein Vorrat an Gemeinheiten kann sich erschöpfen. Außerdem glaube ich, dass sich der Leser damit inzwischen auch langweilt, wenn Isabels Leiden unter der Knute der Mutter rapportiert werden.

Aber wieso ist Elvira so? Reicht es wirklich aus, die Trennung von Jonas vorzuschieben? Ich möchte weder Elvira mystifizieren noch irgendjemanden als unschuldiges Lamm darstellen. Jedoch erlernt man solche Strategien (leider) auch während der Kindheit und schleppt sie mit sich herum, bis man sie erkennt oder andere Vorgehensweisen entwickelt. Deshalb hat auch Elvira einen objektiven Blick in ihr Schatzkästchen verdient – bin schon gespannt, was ich darin finden werde.

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Bergfest und Ermüdungserscheinungen

Pirouette04140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 21.06.2013, 9.14 Uhr

Mein persönliches Bergfest ist erreicht: Der Text wird allmählich anstrengend für mich. Während der Planung achtet man automatisch darauf, dass man immer wieder Richtungswechsel in die Handlung einbaut, verschiedene Perspektiven, Wendungen, manchmal auch „reitende Boten“ oder Sachen, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben. Aber da man sich als Schreibender etwas gemächlicher als der Leser durch den Text bewegt, wird es auf die Dauer, nun, für einen selbst langatmig. Mitunter empfinde ich auch so etwas wie Ungeduld. Ich weiß ja schon, wie die Geschichte ausgeht, wenn nichts dazwischenkommt – die Figuren aber nicht und hampeln mitunter herum, bis ihnen einfällt, was ich ihnen nicht zu früh verraten darf. Paradoxon par excellence.

Unterhält man sich mit Kollegen, haben sie verschiedene Strategien, mit diesem Schreibtief umzugehen: Es gibt etliche, die den Text für eine Zeit „auf Halde“ legen und an anderen Dingen arbeiten. Das ist ehrlich gesagt nichts für mich. Mehrere Versuche enden vielleicht irgendwann damit, dass meine unfertigen Texte in einem Sammelband mit dem Namen „Die Unvollendeten“ zusammengefasst werden. In einem Fall habe ich es nach Jahren geschafft, einen unfertigen Text umzuschreiben und fertigzustellen – aber das war auch nicht einfach und ich weiß nicht, ob ich das öfter machen möchte, obwohl noch so viele „Unvollendete“ in der virtuellen Schublade auf mich hoffen. Der bezeichnete Text ist übrigens seit Februar 2013, als „Irrlicht“ auf dem Markt.

Wenn also das Bergfest naht, hilft nur Augen zu und durch. Das ist hart, zäh und mitunter schmerzhaft – wenn ich plötzlich Unregelmäßigkeiten entdecke, die den kompletten Text in Frage stellen und ich noch mal alles durchlesen muss. Und am Ende dieser Zwangslektüre steht auch nicht fest, ob ich DANN den genialen Einfall habe, um den Text schlüssig bis zum Ende fortzuführen. Das Gehirn erweist sich da oft genug als faules Stück. Und selbst das Metaschreiben – das Verfassen von Autoren-Sekundär-Literatur während des Schöpfungsaktes, hossa – ist ein hartes Stück Arbeit. Stellt euch hier meine Schweißperlen vor. Wie ich die Kiste löse? Das kommt im nächsten Post.

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Schreib dich in Stimmung!

Pirouette04140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 20.06.2013, 23.10 Uhr

Fragt mich doch letztens jemand, wie ich mich zum Schreiben „in Stimmung“ bringe. In Stimmung? Ich – mich bringen? Hä?

Eine „besondere Stimmung“ finde ich eher hinderlich. Natürlich kommt es auf die Art des Textes an, aber auch dafür kann man ganz prosaisch trainieren, sich in die richtige Verfassung zu bringen bzw. eine Haltung einzunehmen, um eine bestimmte Art von Text zu produzieren. Meine Güte, wie unromantisch! Aber habt ihr schon mal einen Tischler gesehen, der eine Duftkerze anzündet, drei Minuten meditiert und dann die Kreißsäge einschaltet? Rituälchen gibt es natürlich immer, aber es liegt nichts Zauberisches in der Vorbereitung eines Arbeitsplatzes, auch nicht beim Schreiben. Wer das behauptet, kann sich meiner Meinung nach nicht anders dazu überwinden, ein paar Worte zu Papier zu bringen. Gerade in den „schönen Künsten“ ist der Mensch ja so leicht zu blockieren, am einfachsten durch seine eigene Einstellung …

Schreiben könnte man auch als Lebenseinstellung bezeichnen, dem ein Handwerk zugrunde liegt, das der Schreiber wenigstens rudimentär erlernen sollte. Aber bevor ich nur noch böse lästere, verrate ich euch, dass auch ich meine kleinen Spielereien hege. Zum Beispiel höre ich gerne Musik beim Schreiben, am liebsten klassische Sachen oder Instrumentalstücke. Je weniger gesungen und / oder gesprochen wird, desto weniger stören mich die fremden Texte bei der Wortfindung. Deutsche Musik ist deshalb etwas, das ich nur einlege, wenn es sich um Sach- oder Blogtexte handelt. Glossen laufen auch ganz gut. Aber wehe, die Belletristik klopft an die Tür, dann muss es bitte keim- und wortfrei zugehen.

Und dann gibt es auch die fruchtlosen Phasen, in denen ich nicht mal die Kommata richtig setzen kann, weil mir irgendwas querliegt. Was tut der Gelehrte, wenn ihm der Kopf brummt, was tat Fausten? Er ging zu Ostern auf dem Land spazieren. „Hier bin ich Mensch, hier kann ich sein!“ Yo, man, also her mit der Volksmusik, seit ein paar Jahren am liebsten aus dem ehemaligen Ostblock. Aber auch hier gibt es Abstufungen. Wenn es fröhlich kreativ zugehen soll, dann ist rumänische Musik geeignet. Wird es kryptisch, nehme ich mir die Bulgaren vor, für Tiefgang halten die Russen her (wenn man das jetzt mal so platt schreiben darf). Unverständliche Sprachen beflügeln mich. Und wenn all das nichts bringt, schalte ich auf SEGA um, afrikanische Popmusik, die klingt, als würde der Sänger absichtlich einen Tick hinter dem Takt hersingen. Und manchmal kommen auch die Nachbarn in den zweifelhaften Genuss meiner Stimme, wenn ich mir im wahrsten Sinne des Wortes Luft machen muss. Dann wird es aber meist auch nichts mehr mit dem Schreiben, weil ich mich aufs Singen konzentriere – laut, schräg, silbenreich und meist nicht mal mir so richtig verständlich – aber hinterher trotzdem müde, zufrieden und der Meinung bin, etwas getan zu haben. So beuge ich der nächsten Schreibschlappe vor.

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Die harten Grenzen der Sozialpädagogik

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 20.06.2013, 20.45 UhrKoenigspirouette140

Der Patrikant und Bernd – beide stehen für den Jugendclub und kümmern sich um das, was anfällt. Aber manchmal sind sie trotz aller Gewitztheit hilflos und müssen zusehen, wie ganz spezielle Eltern in den geschützten Raum eindringen und ihren Kindern auf ihre Art zeigen, wo es langgeht – ohne dass man dabei auch nur ansatzweise von Verständnis oder gegenseitiger Wertschätzung sprechen kann. Daraus ergibt sich oft auch noch kein Tatbestand, der das Eingreifen einer Behörde zwingend nötig macht – aber trotzdem die menschliche Seite anspricht.

Natürlich ist nicht jeder schutzbedürftig, der in eine blöde Situation gerät – aber oft genug juckt es gerade den Helfern in den Fingern, wenn sie merken, dass hier einseitige Bedürfnisse befriedigt werden. Und da Eltern bis zu einer gesetzlichen Grenze – und einer emotionalen, die ein ganzes Leben Bestand haben kann – den Kindern sagen können, was sie zu tun und zu lassen haben, bewegen sich Sozialarbeiter, Erzieher und Pädagogen auf sehr, sehr dünnem Eis. Sie wüssten vielleicht eine Lösung – gefährden damit aber die Familiensystematik. Und vielleicht ist ihre Lösung auch nur in ihren Augen wirksam – jedoch für die Familie der Todesstoß. Eines weiß ich mit Sicherheit: Ich möchte nicht tauschen! Aber ich bin froh, dass es Erzieher, Soz.-Päds und andere Helfer gibt.

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Trotzreaktionen

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 20.06.2013, 18.01 UhrArabesque140

… doch vorher muss Chip sich den Instanzen stellen, denn man spielt nicht ungestraft mit seinem Handy im Schulunterricht herum – und wenn die Geliebte die Prinzessin eines reichen Königreichs wäre. Das muss auch Chip lernen, der in seiner Verliebtheit nicht weiß, was er machen soll. Er verprellt sogar seinen besten Freund Sebastian. Und was jetzt? Plötzlich steht Isabel vor ihm, die auch nicht gerade unschuldig ist, denn zum ersten Mal fährt sie einfach nicht zum Training. DAS gibt Ärger!

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Romeo und Julia

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 20.06.2013, 14.49 UhrPose02140

Und noch immer ist es so heiß, dass man einfach nicht hinausgehen will. Und einmal mehr muss ich mir vorstellen, dass sich die nächste Szene bei Januartemperaturen abspielt – auf der Nordhalbkugel, wohlgemerkt. Andererseits ist das auch ganz reizvoll, wenn das Außentermometer schlappe 34 °C anzeigt. Also, worum geht’s? Chip, unser Romeo, ist nach der gemeinsamen Silvesterfeier überzeugter denn je, dass Svenja seine Herzdame ist. Wenn er könnte, würde er jede freie Minute mit ihr verbringen – sie übrigens auch mit ihm – aber manchmal meint das Schicksal es nicht gut mit Liebenden. Svenja muss ein gemeinsames Treffen absagen und tut das unvorsichtigerweise per SMS vor Schulbeginn. Das Ergebnis ist so vorhersehbar, dass ich mir überlegt habe, ob ich es überhaupt erzählen soll, hatte aber eine Idee, wie man diesen Umstand mit ein bisschen intrigue, suspense und thrill (nicht zu verwechseln mit dem Vogelfutter) würzen könnte. – So, und das schreibe ich jetzt auf …

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Ehrgeizige Mütter im Sommer

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 19.06.2013, 20.56 UhrSpin140

Die Realität: Sie hat es wieder getan – die Sonne, sie hat den ganzen Tag die Temperaturen hochgetrieben und uns um die 36 °C beschert. Der Roman: Sie hat es wieder getan – Elvira hat Isabel einfach hängenlassen. So sind sie, die ehrgeizigen Mütter. Und jetzt kommt ein kleines Kunststückchen, an dem ich auch noch selbst Schuld bin: Da ich mir einbilde, dass dieser Roman im Winter spielen muss, sitze ich nun bei abklingenden, sommerlichen Temperaturen um die 28 °C auf dem Balkon – und darf mich zu einer Januarszene auslassen. Wenigstens wird darin gejoggt, dass ordentlich Schweiß fließt. Aber ob mich diese Szene wirklich abkühlt?

Übrigens ist es noch hell, die Mauersegler kreisen vor dem Balkon und die Mücken ebenfalls. Schön, wenn man Vitamin D tanken kann

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Die Schule sagt NO!

Spin140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 18.06.2013, 11.16 Uhr

Molly und die Mittwochsstunde: Der Direktor hat Einspruch erhoben – kein Versicherungsschutz!!! Was bleibt einem da übrig, als sich dem Willen der Versicherung zu beugen und trotzdem ganz relaxed zu bleiben – weil man ja jetzt offiziell ins Ballettzentrum darf? Und alles freiwillig! Ein Umstand, der Isabel beneidenswert erscheint …

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Das Eigenleben der Protagonisten

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 17.06.2013, 14.50 UhrSpagatpirouette140

Draußen sind es 32° C – und ich schreibe über einen trüben Januartag. Die geistige Abkühlung!

Und was haben wir denn da: Isabel muss jetzt zweimal pro Woche zum Eiskunslauftraining, damit sie ihre Kürklassenprüfungen schafft. Sie ist ausgelaugt und eigentlich geistig schon nicht mehr in der Lage, das alles durchzustehen – zusätzlich zu ihren bulimischen Ausfällen ist das der Hammer für ihren Körper. Aaaber wer mich kennt, weiß, dass ich es nicht dabei bewenden lasse. Außerdem entwickelt sie allmählich ein Eigenleben, was Figuren gerne tun, wenn sie noch etwas in petto haben. Bin gespannt, wann sie mich das erste mal offen antrotzt.

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Wenn Pädagogen ihren Job gut machen!

Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 17.06.2013, 11:28 Uhruprightspin1140

Recreation break. Oder Kreativitätspause. Oder nur récréation. Jetzt geht es jedenfalls weiter: Die Feier hatte zwei Nebeneffekte: Zum einen kam die Polizei, zum anderen kam noch ein lange abwesender, jedoch nicht vermisster Mensch zu Besuch. Ersteres fußt auf einer wahren Begebenheit, Letzteres leider auch, allerdings auf einer erzählten. Und weil damit eine fatalistische Richtung eingeschlagen wurde, geht es jetzt auch so weiter. Ich wähl euch, Sozialpädagogen! Weil ich weiß, dass ihr einen guten Job machen werdet.

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