Category Schweig still: Wie ich Schweden lieben lernte

Ich präsentiere: Die Schwedenplatte!

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam.

Zuerst veröffentlicht am 20.04.2018. Da kann man mal sehen, wie schnell sich etwas verändern kann.

Okay, jetzt bin ich motiviert genug, um an Schweden-Krimi Nr. 4 weiterzuschreiben 😀

#Backflash #2 Über #Herzensbücher, das bayerische #Psychiatriegesetz, erste Schreibversuche, Branchen-Rants und den Welttag des Buches

Eine wunderbare erste Frühlingswoche liegt hinter uns und hach! so kann es von mir aus weitergehen.
Endlich da: Die Print-Ausgabe von SCHWEIG STILL!
Hier geht’s zur Printausgabe  Mit dem Original-Cover und ja, es ist immer noch ein Knüller, ein Buch selbst herauszubringen, vor allem, wenn das E-Book bereits ganz ordentlich lief.  Click aufs Cover —> E-Book-Ausgabe
Für entspannte 10 Euronen könnt ihr nun auch unabhängig von erneuerbaren Energien und Coltan lastigen Lesedevices mit Nelli mitfiebern, ob sie ihre Mutter wiederfindet oder nicht.
Aber hoppla! Warum habe ich denn den Link zu Amazon gesetzt und nicht zu einem anderen deutschen Buchgroßhändler?! Weil mal wieder eine folgenreiche Brandrede die Gemüter erhitzte: Wie anstößig ist es, dass die Self-Publisherin Marah Woolf Verkaufslinks zu Amazon setzt, statt den stationären Buchhandel zu berücksichtigen? Begonnen hatte es mit einem m.E. etwas pampigen Schreiben einer Buchhändlerin, die sich von der Autorin dadurch benachteiligt fühlte. Die Aussage der Buchhändlerin “Wir sind es, die unbekannte Autoren durch Empfehlungen an Kunden bekannt machen” hat bei mir für einen spontanen Heiterheitsanfall gesorgt. Ich mache den Bücher-Schmuh seit bald 10 Jahren und kann mich nicht erinnern, dass ein kleiner stationärer Buchhändler sich jemals um einen meiner AutorInnen im Wunderwaldverlag oder mich bemüht hätte, um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Auch den anderen von Marah Woolf vorgebrachten Argumenten kann ich guten Gewissens abnicken. (Übrigens muss man immer wieder betonen, dass man nicht allein Amazon ob der Unternehmenspolitik angreifen sollte, sondern auch die sogenannte Tolino-Allianz, die den Ausverkauf in Deutschland vorangetrieben hat. Marktwirtschaftlich ist das zwar alles okay, aber die Folgen sind die gleichen wie beim Amazon-Kahlschlag.) Aber lest selbst auf Marah Woolfs Blog nach: Du musst dir schon selbst Konfetti in dein Leben pusten – Hilfe zur Selbstanalyse der deutschen Buchlandschaft
Hier könnt ihr noch mitschreiben: Erzählt doch mal was über eure allerersten Texte. Was hat euch damals beschäftig?


Die Verlosung zu meinem Herzensbuch Der stille Ruf des Todes ist beendet. Es freut mich sehr, dass sich so viele Interessenten für einen Roman zu einer Krankheit gefunden haben, für die immer noch kein rechtes Bewusstsein zu herrschen scheint. Wann wird aus der Gesundheitsvorsorge, bestehend aus Sport und gesunder Ernährung, eine Essstörung? Und wo liegen die Parallelen in der Schönheitsindustrie? Ich bin gespannt, ob es dazu eine Diskussion geben wird.
Auch im Hinblick auf das in Bayern geplante #Psychiatriegesetz möchte ich euch dieses Buch ans Herz legen. Stellt euch vor, eure Tochter, euer Sohn entwickeln eine Essstörung, oder euer Ehepartner, eure Ehepartnerin, eine Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen … Laut Gesetz dürften sie, da diese Personen eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung entwickelt haben, im wahrsten Sinne des Wortes auf polizeiliche Weisung in ein Krankenhaus “weggesperrt” werden. Freiwillige und gesetzliche Einweisungen sowie Entlassungen müssen von den Betroffenen bei der Polizei (!) gemeldet werden. Es gäbe einen Eintrag in einer Datenbank, den Behörden bis zu 5 Jahre abrufen könnten. Das hat weder noch was mit Datenschutz zu tun, noch tut man den Erkrankten und deren Angehörigen damit einen Gefallen. Das ist keine Hilfe, sondern bewusste Kriminalisierung von Personen. Meiner Meinung nach darf dieses Gesetz nicht zur Anwendung kommen, schon um der Wiederholung der Geschichte keinen Vorschub zu leisten.
In der Zeit ist am 18.04. dazu ein lesenswerter Artikel erschienen:
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-04/psychiatrie-psychisch-kranken-hilfe-gesetz-bayern-gesetzentwurf
Und zum Schluss noch etwas Erfreuliches: Am kommenden Montag, den 23.04.2018 ist wieder mal Welttag des Buches. Habt ihr an dem Tag etwas buchmäßiges geplant? Dann schreibt mir eure Aktionen in die Kommentare, am besten mit Link!
Ich wünsche euch ein angenehmes Wochenende! Und geht raus in die Sonne!
 
 
 

Schweden-Krimi SCHWEIG STILL ab sofort als Printausgabe erhältlich

Printausgabe, 208 Seiten, ISBN 9783740746032, 10,- €
Erhältlich im stationären und Online-Buchhandel
E-Book, 200 Seiten, ISBN 9783958190894, 3,99 € bei Midnight Ullstein
Als die 14-jährige Nelli Larsson auf der Polizeiwache im schwedischen Ystad erscheint, ist sie verwirrt, leicht angetrunken und völlig am Ende. Sie meldet ihre Mutter Stina als vermisst, die sie kurz zuvor in einer großen Blutlache in der heimischen Küche gefunden hat. Kommissarin Hannah Lundqvist nimmt gemeinsam mit ihrem Kollegen Gunnar Nyberg sofort die Ermittlungen auf. Bald schon finden die beiden heraus, dass Stina Larsson sich verfolgt gefühlt hat, ja sogar vor einem Stalker nach Ystad geflohen war. Ist der Mann wieder da und hat Stina entführt? Die Polizisten fischen in einem Sumpf aus Lügen, nichts ist, wie es scheint. Und dann ist plötzlich auch Nelli verschwunden …
http://midnight.ullstein.de/ebook/schweig-still/
 

Schweig still: Der Krimi mit der Prise Ballett und wie es in Tod am #Niederrhein damit weitergeht

Ich beschäftige mich ja nicht erst seit gestern mit dem Ballett und habe dazu auch zwei Jugendroman-Serien veröffentlicht (übrigens mit Unterstützung der wunderbaren Nadine Muriel), nämlich den Lit.Limbus Dance Floor als Sammelbände 1 und 2 und Ballerina High.
Anfangs dachte ich: Na ja, wer will nach zwei zuckersüßen Jugendserien schon einen Ballettkrimi lesen? Anscheinend sind das doch eine ganze Menge Leute, denn Schweig still hält sich seit der Veröffentlichung im September 2016 in der Amazon-Sparte “Tanz allgemein” fast kontinuierlich auf Platz 1. Eine ganze Weile wurde der Roman auch als Zwei-Sparten-Bestseller geführt, was mich nach wie vor freut 🙂
Inzwischen habe ich ein paar andere Sachen ganz ohne Ballett geschrieben und in einem davon die, öhm, dunkle Seite des Tanzes in Form der Essstörung aufgegriffen (Der stille Ruf des Todes). Auch hier läppern sich die Verkäufe.
Nun hat mich wieder die Lust am Tanz gepackt. Im nächsten Band von Tod am Niederrhein werde ich erneut den Schritt über die Grenze auf die “andere” Seite des Tanzes wagen. Was so schön aussieht, kann Verwerfungen bis zur psychischen Selbstzerstörung hervorrufen. Dazu braucht man sich nicht unbedingt eine Essstörung einzuhandeln (ja, die “handelt” man sich ein wie z.B. eine Depression) oder so in die Vollen zu gehen wie in dem Kinofilm “Black Swan”. Es genügt der ganz normale Alltag, der mit dem persönlichen Bedürfnis, das hinter dem Tanz steckt, kollidiert.
Dem neuen Roman liegt diesmal eine populäre Ballettoper zugrunde. Nach der mythologischen “Eurydike” (die ich sogar zweimal verwendet habe) geht es nun in die “Glitzerwelt” der russischen Märchenopern. Mal schauen, womit mich die vier Hauptfiguren überraschen werden.

Schweden-Trio: Fakten

  1. Die Romane Schweig still, Im Rausch und Der stille Ruf des Todes gehören inhaltlich zusammen. Das verbindende Element ist der Kinderhändlerring.
  2. Schweig still habe ich aus einer Laune heraus geschrieben, weil ich wissen wollte, ob ich Krimi “kann”.
  3. Dass bei Schweig still eine Ballettlehrerin verschwindet, liegt daran, dass ich 2016 meine Ballett-Schreib-Phase noch nicht ganz abgeschlossen hatte und wissen wollte, ob man Ballett irgendwie in den Mainstream bekommt. Hat dann ja auch funktioniert.
  4. Ursprünglich waren Im Rausch und Der stille Ruf des Todes ein Roman mit dem Schwerpunkt auf dem Thema Essstörungen.
  5. Nach der Aufsplittung in zwei Romane habe ich die Agentenstory in Im Rausch stärker herausgearbeitet und konnte so gedanklich in mein Lieblingsland Rumänien reisen.
  6. Der stille Ruf des Todes wurde zweimal überarbeitet und zweimal abgelehnt, sodass ich es selfgepublisht habe. Ein Grund für die Ablehnung war, dass das Thema Essstörungen nicht unbedingt unterhaltsam ist, aber das liegt leider in der Natur der Sache.
  7. Ja, ich hätte weiter nach einem Verlag suchen können, aber ich wollte das Thema vom Tisch haben.
  8. Bei Im Rausch sind auch einige persönliche Aspekte eingeflossen. U.a. kenne ich tatsächlich jemanden, der wie David fast nur Comics liest, aber nichtsdestotrotz ein ziemlich cooler Typ ist.
  9. Die Antwort auf die am häufigsten gestellte Frage nach der VÖ von Schweig still: Ja, ich hatte auch schon mal mit der Polizei zu tun, weil man mir mein Fahrrad aus dem abgesperrten Keller geklaut hat. (Nein, das Fahrrad ist nicht wieder aufgetaucht.)
  10. Ich habe nach Schweig still einen Schwedisch-Sprachkurs an der VHS absolviert.
  11. Ich habe lange vor Im Rausch mehrere Jahre versucht, Rumänisch zu lernen. Fazit: Rumänisch ist die späte Rache der Römer, Osmanen, Griechen … Sucht euch was aus 🙂 Rumänische Texte lesen geht aber.
  12. Nach der VÖ von Im Rausch wurde ich schon öfter gefragt, ob ich “harte Drogenerfahrungen” hätte. Das Leben ist nach wie vor die härteste Droge, oder?
  13. Ich werde auch künftig immer wieder mal einen Schreibausflug nach Schweden machen. Derzeit ist aber der Niederrhein dran.
  14. Bonbon: Ein Punkt ist frei erfunden 😉
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