Verzweiflung am Mittag: Mein erster Selfmade-Krimi

Joe Brauns Begräbnis. Rache macht glücklich

Anfang Juni hatte ich die ach so brillante Idee, einen Krimi zu verfassen mit den Zielen,

a) ein Feeling dafür zu bekommen

b) ihn fertig zu schreiben

c) mich dabei super zu amüsieren.

Fakten, die mir seitdem durch den Kopf gehen, weil ich kurz vor Schluss nicht weiterkomme:

  1. Ich weiß jetzt, dass Krimis noch leichter zu planen sind als andere Romane, weil es immer mindestens einen Täter und ein Opfer gibt, die (für mindestens einen von beiden ungesund) miteinander verbandelt sind.
  2. Spätestens auf halber Strecke wird es langweilig, denn ich kenne den Täter schon zu Beginn.
  3. Mitten im Schreiben etwas zu ändern ist nicht ratsam, weil man dann das Motiv des Täters zerstören kann. Das weiß ich, weil ich’s ausprobiert habe.
  4. Opfer können auch fies sein. Okay, der Punkt gefällt mir eigentlich ganz gut.
  5. Wenn man nicht über einschlägiges Vorwissen verfügt, fällt die Recherchere wesentlich umfangreicher aus. Ergo:
  6. Zwischendurch schwante mir immer wieder, dass manche Krimis deshalb so heftig sind, weil der Autor das dringende Bedürfnis verspürt, alles einzubauen, was er an (blutigen) Details recherchiert hat. Und es fällt mir bei diesem Krimi verdammt schwer, zu streichen, das ist mir schon lang nicht mehr passiert.
  7. Das Feeling. Hm. Lesen: jou! Selbst schreiben: nun ja. Vielleicht fehlt mir schlicht und ergreifend die Übung.

Ob ich den Krimi trotzdem fertigschreibe? Ja, klar. Deshalb habe ich ihn ja auch angefangen. Am besten denke ich noch mal drüber nach, wenn er wirklich fix & fertig ist und darauf wartet, von euch gelesen zu werden.

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