
Lancashire liegt im Westen der USA, eine Stadt mit knapp 20 000 Einwohnern, aufgeteilt in drei Stadtteile:
- Middle, das geschäftige Zentrum mit seinen engen Straßen, alten Backsteinfassaden und dem Geruch von Frittieröl und Regen;
- Little, die ruhigen Vororte mit gepflegten Vorgärten und kleinen Supermärkten;
- Outer, das weite Umland mit Farmen, Feldern und den Villen des sogenannten „weißen Gürtels“.
Im Zentrum leben die Menschen, die das Rückgrat der Stadt bilden: Arbeiter, Angestellte, Familien mit wenig Geld, viele von ihnen Nicht-Weiße. Hier steht auch die Morton Geoffrey High School, ein grauer Bau aus den 1970ern, der mehr Geschichten kennt, als seine Mauern preisgeben. Rebecca Kowalsky, die frühere Rebellin, arbeitet hier als Hausmeisterin. Früher nannte sie sich Raven, heute versucht sie, einfach Rebecca zu sein. Niemand weiß, dass sie Teil eines größeren Geheimnisses ist.
Frederic Derringer, älterer Sohn des angesehenen Ex-Stadtrats Derringer, ist für die Morton Geoffrey High School verantwortlich. Sein Name öffnet besonders in Outer Lancashire Türen, wo die Familien der Stadtelite leben. Seine Schwester Pauline Derringer, inzwischen College-Praktikantin, spielt in Middle, Little und Outer ihr eigenes gefährliches, undurchschaubares Spiel.
Das Middle Lancashire College, nur wenige Straßen von der High School entfernt, gilt als Stolz der Stadt. Hier werden die wüstesten Partys gefeiert, an denen auch die Schüler der High School heimlich teilnehmen. Bürgermeister Nathan Nolan weiß davon, tut aber alles, um den Schein des stolzen, unfehlbaren Colleges zu wahren. Seine Tochter Philippa, die für den Lancashire Stadtanzeiger schreibt, entzweit sich darüber oft mit ihrem Vater – besonders, wenn sie zu nah an die Wahrheit herankommt.
In Little liegt das Einkaufszentrum, Treffpunkt und Zufluchtsort zugleich. Hier in der Mall verspüren die Bewohner einen Abglanz der großen, weiten Welt. Mehr ist darüber hinaus in Lacashire nicht los.