Sturm über dem Rheintal: Warum es Dystopien in Buchform geben muss

Joe Brauns Begräbnis. Rache macht glücklich

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https://eridanusverlag.de/buecher/michael-erle-sturm-ueber-dem-rheintal-die-erbin-des-windes.htmlHin und wieder fragt man sich, ob man in unserer ersten Welt wirklich Geschichten über Horror-Szenarien der Zukunft braucht. Muss man mit aller Gewalt die Apokalypse heraufbeschwören, nachdem man in den letzten Jahrzehnten alles getan hat, um von Not und Elend wegzukommen?

Wahrscheinlich kann sich noch mindestens die Hälfte der Leser an Gudrun Pausewangs Jugendbücher über Super-GAUS und Chemieunfälle erinnern, die in der Schule Pflichtlektüre waren. In der 7. oder 8. Klasse hatte man nach der „Wolke“ und den „Letzten Kindern von Schewenborn“ zumindest einige unangenehme Nächte. Es gab aber auch Schüler, die danach aus Überzeugung Umweltschutzverbünden beitraten oder sogar Umweltaktivisten wurden, obwohl die genannten Bücher nicht gerade einen sanften Einstieg in das Thema Atomkraft nahmen.

Und wie ist es beim Roman „Sturm über dem Rheintal“? Keine Frage, der Roman ist spannend. Aber man kommt auch als Außenstehender bei der Lektüre nicht ungeschoren davon: Der Autor Michael Erle mutet dem Leser zu, mit den Protagonisten in der unendlichen Katastrophe zu festzustecken. Man hat sich zwar irgendwie damit arrangiert, aber es gibt kein Entkommen. Und gerade weil dem Leser die Vorstellung des unendlichen Sturms unerträglich ist, will er jetzt etwas tun, um späteren Generationen solche Szenarien zu ersparen.

Mein Fazit: Ja, wir brauchen Dystopien. Sie schaffen, was Aufklärungskampagnen allein nicht hinbekommen, nämlich das Bewusstsein für eine Zukunft, die so nicht stattfinden sollte.

Eridanus Verlag
Michael Erle
 

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