Wenn Zahlen sprechen: Warum aus dem nächsten #Niederrhein-Krimi ein Schwede wurde (der er nicht geblieben ist!)

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam

Zuerst veröffentlicht am 25.07.2018

Liebe Alle,

ich habe lange nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass der nächste Krimi, der im Herbst erscheint, ein alter Schwede sein wird. Ausschlaggebend waren die Verkaufszahlen.

Ja, ich weiß, vielen von euch liegt der Niederrhein am Herzen – mir ja auch! Aber Tod am Niederrhein mit Vicky, der Zicke und Claaßen, dem Stoffel-Kommissar müssen wohl erst noch bekannter werden, bevor sich eine Romanfortsetzung auch finanziell für mich als Selbstherausgeberin lohnt. Mal schauen, ob ich eine Idee habe, wie ich euren Lesegeschmack anstacheln kann, damit der Niederrhein noch zu seinem Recht kommt!

Bis dahin – jo, ne? Schaun wa ma’.

 

Vergiss für immer: Niederrheinische Schokoflut #Niederrhein-Krimi

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam. Werkstattbericht Nr. 8

Ich weiß nicht, warum, aber nach Pfingsten trudelten alle paar Tage Fragen nach dem nächsten Niederrhein-Krimi bei mir ein. Die Leser kamen und kommen allesamt aus diesem Gebiet und interessierten sich trotz des Dauerknatsch zwischen Claaßen und Vicky Steinhauer dafür, wie es mit den beiden weitergeht. Etliche wollten auch wissen, wie denn Kommissar Claaßens Vorname lautet. (Könnt ihr in VERGISS FÜR IMMER nachlesen.) Das Interesse an den Schweden-Krimis ließ nach dem Ende der Sommerverlosung auch wieder nach. Was mich irritierte: Alle, die sich bei mir meldeten, wollten ausdrücklich den Niederrhein. Trotz Twitter-Umfrage, die zugunsten eines Schweden-Krimis ausfiel. Von den Schweden-Fans meldete sich dagegen keiner.

Ich atmete ein paar Male tief durch und dachte mir: Sei’s drum, die werden mich schon nicht in der Luft zerreißen, wenn es jetzt doch einen Schweden-Krimi gibt, als an einem sauheißen Tag ein Paket bei uns eintraf. Der Absender war eine Schokoladenfirma, bei der ich meines Wissens nichts bestellt hatte. Als ich hineinschaute, wurde mir klar, dass hier gerade so was wie unterstützende Leserpost gekommen war in Form von erlesenen Schokokugeln in zwei Beuteln à 600 g.

Sprich: Da schickte mir jemand, der anscheinend alles gelesen hatte, was ich jemals verzapft habe und mit dem ich regelmäßig bei Twitter quatsche, 1,2 kg Schokolade. Jemand, von dem ich wusste, dass er auch zur Niederrhein-Fraktion gehört, weil er sich bereits entsprechend geäußert hatte.

Ich will nicht sagen, dass damit die Entscheidung endgültig fiel. Ich fragte mich, ob es wirklich gut ist, nur nach der Masse zu gehen (die sich nicht äußerte) oder ob man den Leuten, die man kennt und mag, ein Buch präsentiert, das sie sich so ja auch irgendwie gewünscht haben. Ich schlief auch noch ein paar Nächte drüber und befragte meine Liebsten zu Hause. Die meinten (mit vollem Mund), dass es sicher nicht schadet, seinen Lesern nachzugeben, wenn man dafür so schöne Geschenke bekommt. Ich könnte ja mal ein bisschen umstellen und dann könnte man ja mal lesen, was dabei rausgekommen ist und ggf. dann immer noch die Schweden-Version veröffentlichen.

Fazit: Auch bei der Family kam die dritte und damit ursprüngliche Niederrhein-Fassung mit allen Original-Namen und Schauplätzen wesentlich besser an, weil man sich „wieder alles zusammengoogeln“ kann und quasi „live vor Ort“ ist. Und deshalb musste der Niederrhein-Krimi quasi dreimal schlüpfen, nur um dann das zu sein, was er von Anfang an war.

Tja.

Vergiss für immer. Niederrhein-Krimi

Folge meiner Stimme. Ich führe dich in das Reich der Toten.
Hel, Göttin der Unterwelt

Ein Tag vor Allerheiligen: In einer zerborstenen Weide findet das Medium Elena die entstellte Leiche des Studenten Oliver Bauer. Für Elena ist es ein eindeutiger Ritualmord zu Ehren der Todesgöttin Hel.

Kommissar Claaßen ist davon alles andere als überzeugt, da er genügend andere Motive zur Auswahl hat: Der Vater hegte gegen Oliver jahrelang tiefen Hass. Und kurz vor seinem Tod plante Oliver einen Zeitungsartikel über einen Autofahrer, der nach Einbruch der Dunkelheit regelrecht Jagd auf Fahrradfahrer macht. Ist er dem Fahrradjäger bei seinen Recherchen zu nahe gekommen? Und was ist mit seinem undurchsichtigen Schulfreund Leonard, der mit Oliver illegal an eine große Menge Geld gekommen zu sein scheint?

Claaßen ahnt nicht, dass auch Elena ihm nicht die ganze Wahrheit sagt. Sie setzt alles daran, Vera zu schützen, die mit ihrer Großmutter auf einem verwahrlosten Bauernhof wohnt. Denn Vera ist eine der letzten Personen, die Oliver lebend gesehen hat. Aber gerade durch ihr Schweigen gefährdet Elena das Leben der jungen Frau …

Print, 224 Seiten, 9,99 €, E-Book 3,99 €

Vergiss für immer: Und dann meldete sich eine Leserin #Niederrhein-Krimi

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam. Werkstattbericht Nr. 7

Es begab sich aber im Frühjahr 2018, dass ich eine E-Mail von einer Leserin erhielt. Sie war ganz angetan von TOD AM NIEDERRHEIN und hätte sich danach noch SCHWEIG STILL und IM RAUSCH gegönnt. Und sei restlos enttäuscht. „Das ging ja gar nicht!“ In diesem Fall handelte es sich jedoch nicht um eine(n) notorische(n) Nörgler(in), sondern die Leserin begründete detailliert, was ihr nicht gefallen hatte. Das war alles nachvollziehbar, denn SCHWEIG STILL war mein erster Versuch, ob ich überhaupt öffentlichkeitstauglich schreiben kann. IM RAUSCH brauchte ich, um mich auszutoben und zu testen, was geht und was man besser lassen sollte. (Fazit: Rumänien ist immer noch nicht an der Stelle, an der ich es gern auf der Beliebtheitsskala sehen würde, aber gut, ich kann warten.) DER STILLE RUF DES TODES war meine persönliche Auszeit, die der Leserin jedoch im Gegensatz zu den beiden ersten Schweden-Krimis ganz gut gefallen hatte.

Dass der erste Niederrhein-Krimi stilistisch und inhaltlich ruhiger, ein bissl anspruchsvoller und deshalb anscheinend besser lesbar wurde, liegt m. E. daran, dass ich bis dahin auch mehr Schreiberfahrung in Sachen „Öffentlichkeitstauglichkeit“ sammeln konnte. So lang ich den Wunderwaldverlag hatte, ist nicht mal halb so viel Feedback zu den Texten angekommen wie zu den vier bisher erschienenen Büchern! Das heißt zwar nicht automatisch, dass ich wegen einer Lesermeinung einen kompletten Roman umschreibe, aber wertvoll sind diese Meldungen auf jeden Fall.

Gut denn, die Leserin und ich wechselten ein paar E-Mails und gingen dann wieder unserer Wege. Sie betonte ausdrücklich, dass sie auch den nächsten Krimi lesen würde, „egal ob aus Ystad, Malmö oder aus Wesel“, weil sie wissen will, wie sich mein Schreibstil entwickelt. Ich war ganz froh darüber, denn die Schweden-Version brauchte nur noch ein Cover und …

Tja.

Und dann ging es los.

 

Vergiss für immer: Schwedische Straßennamen mit 74 % gewählt, also mache ich das auch so #Niederrhein-Krimi Nr. 2

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam

Zuerst veröffentlicht am 22.06.2018

Vergiss für immer: Wenn aus Niederrheinern Schweden werden #Niederrhein-Krimi

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam. Werkstattbericht Nr. 6

Alle, die sich mit mir durch die Ballettromane gekämpft haben, wissen, dass ich bei einer Sache regelmäßig auf der Nase lande: Ich bin bis zum Schluss unsicher, wie meine Figuren heißen sollen. Und es gibt nur zwei Namen im ganzen Manuskript, die bei allen Überarbeitungen gleich geblieben sind: Anna, die Mutter des Toten und Elena, das Medium. Mit diesen beiden Namen kann man, glaube ich, in keiner Sprache etwas falsch machen. Aber bei den Protagonisten muss man echt aufpassen, dass man keinen Murks macht, sonst ist die ganze Stimmung dahin.

Da es Leser geben soll, die Harry Potter gelesen haben und deshalb Namensbedeutungen googeln, treibe ich mich während des Schreibens stundenlang auf Namensportalen herum. Entweder bin ich von Anfang an unzufrieden und probiere unterschiedliche Namen aus. Oder ich muss, wie in diesem Fall, wegen eines kompletten Ortswechsels ganz neue Namen finden, am besten in der Landessprache. Da wurde z. B. aus Udo Gödecke (der mit den Leberwursttrüffeln in TOD AM NIEDERRHEIN) Sigurd Falk, jetzt verheiratet mit Elena (aus der Westukraine an der Grenze zu Rumänien, vielleicht sogar Welykyj Bytschkiw, das gegenüber von Crăciunești liegt, genauer auf der anderen Seite der Theiß oder Tisa, haha …). Ein gewisser Siegfried Liebermann wurde zu Ragnar Sockerberg (nein, kein Zufall). Leonhard musste sein h hergeben, damit er ab sofort Leonard hieß, und Uwe wurde zu Ove. Nun ja, alles kein Hexenwerk mit der Suchen-Ersetzen-Funktion, dazu die örtlichen Anpassungen und *Trommelwirbel!* fertig war der Schweden-Krimi.

Dachte ich!

Vergiss für immer: Und warum ausgerechnet Wesel? #Niederrhein-Krimi

Der Niederrhein-Krimi, der nach Schweden umzog und wieder zurückkam. Werkstattbericht Nr. 5

Nimm doch lieber Frankfurt oder eine andere, bekanntere Stadt. Oder einen Landstrich, in dem viele tolle Städte zusammenkommen. Da hätteste bestimmt mehr Leser.

Jo. Hätte ich wahrscheinlich. Aber wenn ich es mir schon aussuchen kann, dann nehme ich doch den Flecken, der mir momentan am sympathischsten ist. Vielleicht schreibe ich in einem Jahr über Franken oder Honolulu oder Tansania. Vielleicht mache ich aber auch was ganz anderes, weil mein Leben eine entsprechende Wendung nimmt. Wer weiß das schon?

Vergiss für immer. Niederrhein-Krimi

Folge meiner Stimme. Ich führe dich in das Reich der Toten.
Hel, Göttin der Unterwelt

Ein Tag vor Allerheiligen: In einer zerborstenen Weide findet das Medium Elena die entstellte Leiche des Studenten Oliver Bauer. Für Elena ist es ein eindeutiger Ritualmord zu Ehren der Todesgöttin Hel.

Kommissar Claaßen ist davon alles andere als überzeugt, da er genügend andere Motive zur Auswahl hat: Der Vater hegte gegen Oliver jahrelang tiefen Hass. Und kurz vor seinem Tod plante Oliver einen Zeitungsartikel über einen Autofahrer, der nach Einbruch der Dunkelheit regelrecht Jagd auf Fahrradfahrer macht. Ist er dem Fahrradjäger bei seinen Recherchen zu nahe gekommen? Und was ist mit seinem undurchsichtigen Schulfreund Leonard, der mit Oliver illegal an eine große Menge Geld gekommen zu sein scheint?

Claaßen ahnt nicht, dass auch Elena ihm nicht die ganze Wahrheit sagt. Sie setzt alles daran, Vera zu schützen, die mit ihrer Großmutter auf einem verwahrlosten Bauernhof wohnt. Denn Vera ist eine der letzten Personen, die Oliver lebend gesehen hat. Aber gerade durch ihr Schweigen gefährdet Elena das Leben der jungen Frau …

Print, 224 Seiten, 9,99 €, E-Book 3,99 €

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