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Speed.Limbus: Schwerfällig auf der letzten Etappe

Die Pause ist jetzt wirklich zu Ende, die Ideen nicht wirklich da, aber ich habe ja mein Exposé. Allmählich verwandelt sich die Ungeduld meiner Leser auf das Buch in etwas, das man Na-ja-wenn-es-fertig-ist-isses-immerhin-vorbei. Ich weiß nochSpeed.Limbus: Schwerfällig auf der letzten Etappe nicht, wie ich das einschätzen soll.

Speed.Limbus: Unergonomisch

Jetzt wird es kniffelig:
1. Das Mittagessen ist jetzt fertig.
2. Das Dahinplätschern muss enden, denn ich habe nicht mehr viele Punkte, die ich bis zum Ende des Heftes abzuarbeiten habe – dafür sind sie umso dramatischer (für mich, weil der Spannungsbogen jetzt ins Unermessliche gespannt wird – aaaargh …)
3. Und mir tun die Arme weh, weil ich eine Stunde ohne ergonomische Tastatur gearbeitet habe.

Speed.Limbus: Gebannt

Kleine Änderung durchgeführt, Hepatitis gebannt. Man muss nicht immer eine schwere Krankheit ins Feld führen, um eine Familie zu sprengen (obwohl so eine Krankheit dramaturgisch wesentlich einfacher aufzubereiten ist).
Allmählich normalisiert sich die Lage bei Tini wieder, dafür wird es jetzt richtig spannend bei den Kinderstreichen. Denn Alex ist im Krankenhaus, was die Kinder misstrauisch macht.
Außerdem habe ich die Zwischenkapitel umbenannt. Mir ist noch nicht eingefallen, wie ich die „Mittwochs-Lotte“ einbringen kann, vielleicht wird es auch eine „Samstags-Lotte“, mal schauen. Man kann eben nicht alle Wortspielereien und Aussprachefehler übernehmen – dafür suche ich dann andere Geschichten.

Speed.Limbus: Endspurt

Endspurt! Im Nachhinein fällt mir eine Unebenheit auf, die man noch ändern muss, was ich gleich mal tun werde. Bisher hat es keine Schwierigkeiten gegeben, schauen wir mal, ob es bis zum Ende des Probelimbus so bleibt.

Speed.Limbus: Fazit Tag 2

Fazit nach 13’14“: Schreib um dein Leben! Selbst wenn ich weiß, was zu (be-)schreiben ist, bleibt noch die Wortwahl. Das ist kein unüberwindbares Hindernis, aber trotzdem ein Stolpersteinchen. Die Gefahr der Wortwiederholung ist bedeutend größer, weil man aufgrund des zeitlichen Drucks nicht so viel Zeit zum Nachdenken hat. Erinnert mich an die Deutschstunde in der Grundschule, in der unsere Lehrerin uns Synonyme für „sagen“ suchen ließ (mindestens 30 Jahre her …). Mache ich heute noch gerne mit Autoren, weil das tatsächlich schwierig ist. Die Gleichförmigkeit schlägt sich ebenfalls in der Syntax nieder, wenn man nicht aufpasst. Wie schnell hat man da eine „Unditis“ entwickelt oder Satzbausteinketten von ungeahntem Wert angehäuft …
Auch die eigenen Vorlieben werden jetzt offensichtlich: Dialoge sind wichtig, während z. B. Beschreibungen der Umgebung eher minimalistisch bleiben. Das könnte ein Malus sein, jedoch habe ich bei den Probelesungen festgestellt, dass meine (familiären) Zuhörer den anscheinend vorhandenen Wortwitz mögen. Lieber einen guten Witz gerissen … Ob mir die emotionale Darstellung gelungen ist, werde ich sehen, wenn die Rahmengeschichte auf dem Prüfstein steht.
Stellt sich die nächste Frage: Welches Genre ist das jetzt eigentlich? Es sind definitiv Kindheitserinnerungen, die bei meiner Familie neben Gelächter auch großes Erstaunen hervorrufen (und das haben wir nicht mitbekommen?!). Für einen Jugendroman ist der Text zu brav, evtl. fühlen sich Kinder aber auch damit überfordert, dass ich gleich zu Beginn die Eltern „verschwinden“ lasse. Wobei es ja heutzutage auch nicht so unüblich ist – man denke an die Statistenrolle der Eltern schon bei Enid Blytons „Fünf Freunden“. Die Schwächen bei den Kenntnissen einer Überschwemmungen möge man mir nachsehen. Ich komme zwar vom Rhein, aber da hatten die Bewohner schon vorgesorgt, damit sie nicht jedes Jahr nasse Füße bekommen. Ob ich das wie o. g. mit dialogischer Stärke ausgleichen kann? It depends on the focus!
Und trotz der längeren Vorbereitung des Exposés ist es nicht ganz einfach, alles in eine Form zu gießen. Bei einem anspruchsvollerem bzw. vielschichtigerem Text wie dem nächsten SL-Heft dürfte es hier zu „intellektuellen“ Brüchen kommen, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Man ist irgendwann ausgelaugt, selbst wenn man genug Pausen einschiebt. Wirkt es sich also günstiger aus, wenn man die angesetzten 48 Stunden nicht auf die tatsächlich ablaufenden zwei Tage begrenzt, sondern dem Autor gestattet, diese Stunden auf mehrere Tage zu verteilen, dann natürlich auch mit der entsprechenden Online-Dokumentation? Letztlich hat man dann immer noch 48 Stunden gebraucht, bleibt aber entspannter. Also 48 Stunden über die Woche gerechnet?

Speed.Limbus: Lang ist’s her

Ich gebe zu, ich interessiere mich für Politik, schon deshalb, weil in unserer Familie zwar eine gewisse Politikverdrossenheit vorherrscht, die Politik sich aber nie davon abhalten ließ, bei uns hineinzupfuschen. Der schönste „Pfusch“ war der Fall der Mauer, der dramatischste die Verschleppung der Rumäniendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg. So richtig fertig geworden sind wir damit noch nicht. Deshalb – und weil jeder Autor seine eigene Geschichte hineinwebt – kommt dieses Thema auch hier zur Sprache.

Speed.Limbus: Backfische und -erbsen

Die Familie ist mit der Backerbsen-Geschichte sehr zufrieden (die Backerbsen spielen quasi inkognito eine wichtige Rolle neben der Schokolade). Also geht es jetzt weiter mit Kapitel 4.

Speed.Limbus: Schoko für zwei

Der Vorratsdienstag war so lecker, dass ich ihn gleich zum Besten gebe (außerdem tun mir die Hände weh): In der Geschichte entwenden Luca und Bettina einer Freundin Schokolade auf so delikate Weise, dass sie eigentlich ein Seminar für Streiche besuchen müssten. Der Freundin ist es trotzdem nicht aufgefallen. Tja, Pech gehabt 🙂

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