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Nach dem großen Krach

SchaukelWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 25.05.2013, 16.15 Uhr

Die Nachwirkungen des Crashs sind abgeklungen.

Wenn man sich emotional in jüngere Figuren hineinversetzt, fühlt man mit ihnen, auch wenn man es nicht will. Zudem ergibt sich, wenn man sich darauf einlässt, ohne die aktuelle Welt aus den Augen zu verlieren, eine interessante Perspektive: Auf einmal verstehe ich, warum Jugendliche und Kinder uns Erwachsene mitunter sehr kritisch sehen. Handlungen, die ich auf den ersten Blick als verständlich erachte, werden in den Augen des Jugendlichen ungerecht, sinnlos, gemein, überflüssig. Fragt sich nur, wann der Punkt im Leben eines Menschen kommt, an dem er oder sie die Seite wechselt.

Im Übrigen ist das Wochenende im Roman jetzt auch vorbei, die Schule geht weiter. Und Molly? Die hat jetzt noch einiges vor sich.

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Ausblicke auf das Ende

LL_38_Spagatsprung_ScherenschnittWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 25.05.2013, 13.20 Uhr

Der Moment …

… wenn man merkt, dass sich im Laufe des Schreibens eine zweite Hauptfigur entwickelt hat:

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Noch ein Kapitel, dann ist der Roman fertig, zumindest in der Rohfassung. Fast schon traditionell geht mir mit dem „Beginn des Endes“ auf, dass es noch ein paar Löcher zu stopfen gibt, die sich trotz Exposé mit der Entwicklung der Geschichte ergeben haben. Mit der Umbenennung der Figuren fing es an, womit ich eigentlich schon früher hätte erkennen können, dass an den Namen auch eine zusätzliche, individuelle Entwicklung hängt. Keine Panik, auch das gehört dazu. Es ist zwar nicht so, dass man anhand der „Exklusivität“ der Namen die Protagonisten bestimmen könnte, aber hin und wieder – und auch in diesem Fall – trifft es zu. Folgende wichtige Personen haben sich demnach ergeben:

Chip – Ciprian – hat einen Namen, der aus einem anderen Kulturkreis stammt. Somit liegt die Annahme nahe, dass ihm demnächst eine Extrastory zusteht – und dem ist tatsächlich so. Außerdem hat er den augenfälligsten Sidekick, nämlich Sebastian, den Musiknerd. Sein Bruder Cornel bringt zudem eine ganz neue Strömung in die Jugendkultur, aus der sich im Laufe der folgenden Romane noch etwas machen lässt.

Princess Chillla muss man nicht mehr umbenennen, außer man wertet ihren richtigen Namen als Umbenennung. Aber wie heißt sie denn nun wirklich? Das wird im nächsten Roman verraten.

Und Sarah? Sie wurde zu Isabel mit einem L. Vordergründig deshalb, weil ich zu viele Vornamen mit S beginnen lasse. Aber wenn ich die Staffette an den nächsten Autor weitergebe, wünsche ich mir inzwischen, dass aus Sarah-Isabel mehr wird als „nur“ die Quotenzicke. Niemand ist zickig, weil er nichts anderes zu tun hat. Das ist mir klargeworden, als ich die Café-Szene mit ihr und Sophia geschrieben habe. Vielleicht ist sie auch so was wie Mollys Zwilling – nicht unter-, sondern überfordert? Also, liebe(r) Mitautor(in), vergiss mir meine Isabel mit einem L nicht …

Synonymbad

Bein_links_liegendWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 24.05.2013, 22.10 Uhr

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Wenn man ein Kapitel nach dem Showdown bzw. Crashtest ansetzt, dann ist bezüglich der Kapitelüberschrift guter Rat teuer. Wie gut, wenn man eine Version des Duden-Korrektors auf dem Rechner installiert hat! Dort kann man sich nicht nur den passenden Begriff heraussuchen, sondern auch in Synonymen baden. Und wer hätt’s gedacht, ich habe tatsächlich ein Synonym dafür gefunden, dass es nach dem Totalcrash weitergeht.

Ich bin auch erleichtert, dass das Schlimmste vorbei ist, denn auf die Dauer ist es ganz schön anstrengend, die Protagonistin von einer Katastrophe in die nächste fallen zu lassen, zumal ich weder mit Zauberstäben noch Schusswaffen oder reitenden Boten aufwarten kann – die gibt es nicht mal in der Jugend, wo Gedanken bekanntlich Berge versetzen können.

Nun denn, auf in den entspannten Abspann, wobei der auch nicht sooo … aber ihr werdet es ja lesen.

The End Is Nigh!

SchneidersitzWerstattbericht Rebellion, Tatzeit: 24.05.13, 20.58 Uhr

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Achtung, Achtung, bitte anschnallen, jetzt kommt die Todesspirale. Nein, Quatsch, natürlich kommt niemand ums Leben. Aber nun beginnt der sichtbare Zerfall. Molly ist zermürbt, überfordert und so in ihre Angst verrannt, dass jetzt nur noch die Fahrt gegen die Wand hilft. Und wie sich das für mich gehört, wird dieser Crashtest genau dann stattfinden, wenn sie es am wenigsten gebrauchen kann. (Wer denkt, dass damit der Roman endet, sei gewarnt: Dem ist nicht so. Denn danach muss noch das Aufräumkommando ran. Und außerdem wollt ihr doch sicher wissen, ob sie sich wirklich gegen ihre Eltern durchsetzen kann, oder?)

Erste Schmetterlinge

LL_38_Sprung_Scherenschnitt_GraetscheWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 24.05.13, 20.35 Uhr

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Und dann … kam der nächste Abstecher in den Jugendclub. Allmählich finde ich Geschmack an der so unendlich weit entfernten Jugendkultur. Musik und Tanz, mehr war damals nicht wichtig, wer weiß es noch? Außerdem gibt mir der Abstecher die Gelegenheit, über Musikstücke zu schreiben, wie ich sie gerne hören würde. Nach den Subwoofern habe ich jetzt eine Tinwhistle auftreten lassen, die alles spielt, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Analoge Geräte kann man übrigens auch mit einer App aufnehmen uns sampeln – diese Erfahrung darf Sebastian gerade machen. Und er macht sie gern.

Melisande hat in dieser Szene eine Pause, damit sie vor dem Showdown – ja, er steht schon vor der Tür – noch mal tief Luft holen kann. Dafür darf Svenja sich mit Chip freuen und mit ihm ihre ersten Schmetterlinge teilen. Hach, der erste Freund, was waren das Zeiten …

Pflicht verpatzt

Pfeil_und_BogenMaking of Rebellion, Tatzeit: 24.05.2013, 19.15 Uhr

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Und dann war da noch die Schule, die in Mitleidenschaft gezogen wird. Bedrückende Ereignisse machen auch vor Klassenarbeiten nicht halt, und deshalb gibt es jetzt erst mal einen saftigen Absturz. Alles nur wegen der Tanzerei!

Namen zu Pflugscharen

Pfeil_und_BogenWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 24.05.2013, 16.09 Uhr

Meine erste Amtshandlung nach einer ausgiebigen Erholungsphase bestand darin, Sarah umzutaufen. Ich habe überproportional viele Vornamen im Skript, die mit S beginnen. Sarah heißt jetzt – nein, nicht Twix, sondern Isabel, aber sonst ändert sich wirklich nix. Und dann knabbere ich noch ausgiebig an Melisandes Selbstbewusstsein. Das Vertrauen der Eltern ist weg, ihre beste Freundin verhält sich seltsam und jetzt wird auch noch Herr Klobinger extrem kritisch, weil er einen schlechten Tag hat. Mal sehen, wie Melisande das alles verkraftet. –

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Geplante Katastrophen

Spagat_CambreWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 24.05.2013, 0.45 Uhr

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Richtungswechsel: Nach so vielen „bösen“ Szenen brauche ich ein wenig Luft. Schließlich ist Melisande nicht die einzige wichtige Person in diesem Roman. Jou, ihr habt richtig gelesen:

Während der Planung dieser Serie habe ich überlegt, inwieweit ich Klischees überhaupt strapazieren sollte (s. 10.05.) und beschlossen: Es wäre eine Schande, wenn man diese „allgemeinbildenden Steilvorlagen“ nicht so geschickt variiert, dass sie gar nicht mehr auffallen. Das habe ich probiert und bin bisher ganz zufrieden mit dem Ergebnis (was die Lektorin sagt, steht nach wie vor auf einem anderen Blatt).

Wie es sich für eine anständige Buchserie gehört, die sich mit einem scheinbaren Mädchenthema beschäftigt, also muss ein Zickenkrieg her. Den muss ich jetzt nicht mal mehr mit Gewalt vom Zaun brechen, obwohl ich ihn NICHT zwischen Svenja und Melisande ansetzen werde – das wäre selbst mir zu viel der Klischeeausnutzung. Da gibt es nämlich ein Mädchen namens Sarah, das sich bisher eher am Rande aufhielt, obwohl sie immer wieder als eingebildete Tussi durchschien. Das hatte auch seinen Grund, denn diese Dame wird uns noch eine Weile beschäftigen. Sarah ist es also, die die Windrichtung beeinflusst und sich unfreiwillig die Aufgabe angelt, die Melisande … halt. Das darf ich ja noch nicht verraten. Starten wir doch einfach mit dieser entspannten Szene durch und schauen, wie zickig Sarah tatsächlich wird!

Süße Träume

SchaukelWerkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 23.05.2013, 23.35 Uhr

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Albtraum, die nächste Staffel. Variationen eines Nachtmahres, der einen jungen Menschen verfolgt. Mein Bekannter, von der ich den Traum „geborgt“ habe, meinte, er wäre ganz froh, dass er in seinen Nächten noch nicht zu Variationen neige. Dann würde er nur noch unter Androhung von Prügeln schlafen gehen. Sind die Variationen wirklich so schlimm?

Große Sause

Arabesque02Werkstattbericht Rebellion, Tatzeit: 23.05.2013, 22.17 Uhr

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Ich drücke mich gerade erfolgreich darum, diese „böse“ Szene zu schreiben, weil es so cool ist, noch mal die Chance zu haben, ein Feuerwerk in der Jugenddisco abzufackeln. Ja, ich weiß, man soll sich nicht mit seinen Figuren personifizieren, aber nu’ isses passiert, da muss ich durch. Vielleicht ist es dann für mich gleich auch besonders authentisch unangenehm, wenn ich auf die Buchmutter Susanne treffe und sie mir die Hölle heiß macht. Ob das eine gute Voraussetzung für eine coole Passage wird? Wir werden sehen. Vorsichtshalber lege ich mir die Telefonnummer meiner Lektorin UND von nächsten Notfall-Therapeuten bereit, har har.

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