Tipps fürs Selbstlektorat: Zeiten, indirekte Rede & Präpositionen

Es sind die Kleinigkeiten, die einen guten Text ausmachen. Damit eure Texte künftig auch positiv auffallen, habe ich ein paar Punkte zusammengestellt:

Die Zeiten
Egal mit welcher Zeitform man einen Text beginnt, man sollte sie durchhalten. Zur Hervorhebung besondere Szenen kann man wechseln, sollte jedoch wieder in die ursprüngliche Form zurückkehren.
Rückgriffe in die weitere Vergangenheit können mittels Perfekt oder Plusquamperfekt eingeleitet werden, um den Leser in diese Phase der Geschichte mitzunehmen. Um „Hattitis“ zu vermeiden (hatte / hatten) kann man sich bis zum Ende dieses Rückgriffs des Präteritums bedienen, um das Ende erneut im Perfekt bzw. Plusquamperfekt abzuschließen. Generell kommt es jedoch darauf an, was der Autor damit beim Leser erreichen will und wie die Ausgangssituation aussieht.

Direkte versus indirekte Rede
Ein Dialog lebt von wörtlicher Rede. (Ich höre vereinzeltes Kichern, weil das scheinbar klar wie Kloßbrühe ist.) Fakt ist jedoch, dass viele Autoren – und damit meine ich alle Texte, die ich in den letzten 8 Jahren gesehen habe –, sich der indirekten Rede bedienen, wenn sie einen Dialog abkürzen wollen, ohne ggf. wichtige Informationen zu unterschlagen.
Das ist m.E. jedoch nicht der richtige Ansatz. Meist sind viele Infos bei näherer Betrachtung nicht so wichtig oder könnten in anderer Form an anderer Stelle eingebracht werden. Man muss als Autor auch den Mut haben, einen Dialog zu kürzen und sich auf das Wesentliche zu beschränken, was mit treffenden Worten in direkter Rede erzielt wird. Das führt mitunter dazu, dass man stundenlang an einem Dialog feilt. Aber dafür ist man ja Autor geworden oder will es vielleicht sogar zum Schriftsteller bringen.
Also: Indirekte Rede als Dialogersatz ist zwar nicht immer, aber in etlichen Fällen Mist. Der Mut zum Kürzen hilft dabei.
Wenn die indirekte Rede nicht zu vermeiden ist, sollte man darauf achten, sie nicht mit dem Konjunktiv, der Möglichkeitsform zu verwechseln.

Präpositionen
Hier eine Zusammenfassung zu bringen, ist schwierig. Präposition sind die kleinen Wörtchen in, mit, auf, unter, zwischen, neben, oben, durch etc. Hier kann man Fehler vermeiden, indem man sich die Bewegung bzw. die örtliche Auswirkung vorstellt, die mit der jeweiligen Präposition verbunden ist.

Mehr dazu, wie man richtig gute Bücher macht, gibt’s hier:  Tipps & Tipps für die Buchproduktion