Tipps fürs Selbstlektorat: Bindestriche und Wiederholungen

Es sind die Kleinigkeiten, die einen guten Text ausmachen. Damit eure Texte künftig auch positiv auffallen, habe ich ein paar Punkte zusammengestellt:

Bindestriche & Co. – Abriss

Es gibt nicht nur zwei Arten von Strichen, jedoch gehe ich hier nur auf die am häufigsten verwendeten ein.

Verbundene Wörter werden mit dem Bindestrich OHNE Leerzeichen verbunden. Richtig ist „Online-Zugang“.
Vor und hinter einem Gedankenstrich wird je ein Leerzeichen gesetzt. Normalerweise ersetzt das Rechtschreibprogramm ihn von selbst, wenn es erkennt, dass Leerzeichen gesetzt wurden.

Man sollte darauf achten, dass nicht zu viele Striche verwendet werden. Ein Setzer bemängelt die so entstehenden „Löcher“ im Text. Das ist nicht ganz so trivial, denn anhand des Layouts entscheidet der Leser, ob er einen Text schwierig oder „leicht zu verdauen“ findet. Faustregel: Je weniger das Auge abgelenkt oder durch zusätzliche Formatierungen irritiert wird, desto leichter liest sich ein Text. Welche anderen Strichregelungen es noch gibt, möge der geneigte Leser im Duden nachschlagen.

Wiederholungen
Derer gab es viele. Mir ist klar, dass man gerade bei Hilfsverben in den verschiedenen Zeitformen höllisch aufpassen muss, keine Monotonie in den Text zu bringen, was ein Thema für sich ist. Jedoch hilft es, nach dem Schreiben alle Wiederholungen eines Wortes farbig zu markieren. Anhand dieser Markierungen kann man entscheiden, ob man zu viel von einem Wort im Text hat.
Spitzenreiter ist das Wort „und“, weshalb ich gern von Unditis spreche. Kommas, Punkte, Schachtelsätze u.dgl. bieten Abhilfe.

Mehr dazu, wie man richtig gute Bücher macht, gibt’s hier:  Tipps & Tipps für die Buchproduktion