Tipps & Tricks für Autoren: Verlagssuche

Zuerst veröffentlicht am 07.06.2016

Wenn man sich mit dem Gedanken wohler fühlt, sein Buch bei einem Verlag unterzubringen, gibt es ein paar Dinge, die man als Autor beachten sollte.

Nr. 1: Die Verlagssuche braucht Zeit. Es ist zwar rekordverdächtig, gleich beim ersten Versuch einen Verlag zu finden, aber unwahrscheinlich. Dein Buch hast du ja auch nicht in einer Nacht geschrieben.

Nr. 2: Auch wenn die erste Antwort ein halbes Jahr – oder länger – auf sich warten lässt: Bleib ruhig!

Nr. 3: Der Vertrag liegt vor dir und es juckt dich in den Fingern, sofort zu unterschreiben? STOPP! Nimm dir Zeit. Lies den Vertrag in aller Ruhe. Schlaf drüber. Lies ihn noch mal und sprich mit deinem besten Freund, deiner besten Freundin, deinen Geschwistern, mit wem auch immer, aber tu es! So ein Vertragstext kann einen ganz schön verwirren. Schreib deine Fragen auf und ruf im Verlag an – nur dort kann man deine Fragen beantworten. Wenn du aufgelegt hast, legst du den Vertrag erst mal weg – und schläfst noch eine Nacht drüber. Und wenn es am nächsten Morgen absolut keine neuen Fragen mehr gibt – dann ist der Vertrag vielleicht wirklich reif für eine Unterschrift.

Nr. 4: Du hast unterschrieben und bekommst plötzlich Zweifel? Durchatmen, Telefonnummer raussuchen und den Lektor anrufen. Sprich an, was dich nachdenklich macht. Ich habe als Verlegerin keinen Vertrag nachträglich ändern müssen, denn in fast allen Fällen gingen die Befürchtungen des Autors auf die Aufregung zurück. Es ist einfach verdammt spannend, ein Buchprojekt durchzuziehen, auch für Lektoren und Verleger. Sollte es Gründe geben, die sich nicht ausräumen lassen, ist es zwar nicht immer einfach, einen Vertrag nachträglich zu ändern, aber man sollte sich, wenn es gar nicht anders geht, nicht davor scheuen. Kommunikation gehört zum guten Ton und ist das A & O, wie in jeder anderen Lebenslage auch.

Nr. 5: Dein Buchprojekt wurde vor Monaten abgeschlossen, aber das Buch ist immer noch nicht erschienen? Frag deinen Lektor. Der Verlag plant die Veröffentlichungen mit einem Auge auf dem Geldbeutel, und das kann zu Verzögerungen führen. Lass dir erklären, woran es liegt, dass dein Buch nicht auf den Markt kommt. Sollte man diese Sache nicht zur beiderseitigen Zufriedenheit klären können, schau im Vertrag nach, was man in dem Fall machen könnte.

Nr. 6: Dein Buch ist erschienen, der Verkauf lief ganz gut – und dann wird es Zeit für das nächste Buchprojekt. Wie fandest du die Zusammenarbeit mit deinem Verleger? Wenn du es noch nicht getan hast, dann hol es jetzt nach und gib deinem Lektor ein kurzes Feedback, denn auch Verlage können sich nur verbessern, wenn sie wissen, wo es hakt.

Nr. 7: Und nicht vergessen – immer schön ruhig bleiben 🙂