Werkstattberichte

Unter Eltern: Elvira + Jonas

Textflash No Comments

Elvira und Jonas sind Isabels Eltern und in Band 2 das, was man nicht mal seinem ärgsten Feind wünscht: zerstrittene, erst seit Kurzem getrennt lebende Eltern ohne den Vorsatz, sich einigermaßen friedlich zu trennen. Jonas sagt in schöner Regelmäßigkeit die Treffen mit Isabel ab, wenn ihm „etwas“ dazwischenkommt, wahlweise die Arbeit oder seine neue Freundin. Sein schlechtes Gewissen beruhigt er klassisch mit teuren, aber sinnlosen Geschenken wie einem übergroßen Crosstrainer, der nur mit Mühe in Elviras Wohnung Platz findet.

Elvira hat – aufgrund ihrer in ihren Augen verpatzten – Karriere eine Mordswut auf Jonas, denn sie hat ihm ihr Leben als Mutter und Hausfrau geopfert, statt als Diplom-Mathematikerin für eine Versicherungsgesellschaft zu arbeiten. Jetzt muss sie zusehen, wie er die Karriereleiter in eben dieser Gesellschaft unbeirrt erklimmt, während sie sich und Isabel mit Buchhaltungsjobs über Wasser hält. Einen Ausgleich sucht sie in Isabels Erfolg und treibt ihre Tochter zu Höchstleistungen im Ballett und im Eiskunstlauf an. Auch als Isabel immer öfter von Erschöpfungszuständen heimgesucht wird, reagiert Elvira darauf nur mit mehr Druck.

Ein Grund für ihr Bestreben, Isabel zum Ballett zu schicken, ist Martin Klobinger. Elvira hat sich in einem unbedachten Augenblick in ihn verliebt und meldet sich sogar beim Erwachsenentraining an, um ihn öfter zu sehen. Sie hat jedoch nicht mit den anderen Müttern im Kurs gerechnet, denn da ist noch die übereifrige Angela, die matronenhafte Mutter von Isabels angeblich größter Konkurrentin.

Alles andere als rosa

Textflash No Comments

Graetschsprung140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 23.06.2013, 20.55

… aber wir haben ja noch eine Baustelle.

Nebenbei bemerkt, es liegen ja doch immer ein paar Stunden zwischen den Einträgen. Lasse ich faule Possenreißerin mir so viel Zeit? Oder mache ich so viele Pausen? Nicht unbedingt. Es kann schon 2-3 Stunden dauern, zwei Kapitel zu schreiben – je nachdem, wie aufwändig sie sind. Dabei bin ich mit den Zeiten schon ganz gut dran, denn ich habe mein Augenmerk ja auf knackiger Action. Anders sähe es aus, wenn ich literarische Sätze drechseln müsste – also hochliterarisch arbeiten. Aber es handelt sich bei diesen Romanen zu 90 % um Unterhaltungsliteratur für Jugendliche und ganz junge Erwachsene – und zu 10 % um „belletristische Nachschlagewerke“, denn, wie der Leser bestimmt schon gemerkt hat, ich beschränke mich keinesfalls auf rosa Tutus und Spitzenschühchen. Ich ergötze mich – und den Leser – zuweilen an Fachterminologie, weil ich bei meinen ersten Recherchen von allen Mädchen (nur Mädchen!) gehört habe: „Bring doch bitte auch Fachbegriffe!“ Davon gibt es etliche und auch eine Reihe von helfenden Kennern, die Kinder in Ballett und klassischem Tanz ausbilden, also sollte fachlich auch alles glattgehen.

Erschreckend finde ich hingegen, dass Ballettbücher für Kinder hauptsächlich rosa sind und die ersten fünf Beinpositionen behandeln, höchstens noch „Armpositionen“. Den Begriff port de bras sucht man vergebens. Das ist für Kinder, die mehr wollen als schöne Bildchen mit mopsigen Kindergesichtern, mitunter frustrierend, und Fachliteratur in englischer, russischer und / oder französischer Sprache scheidet bis zum Alter von 10 Jahren wegen der Sprache aus. Ich habe allerdings nicht das Ziel, alles zu erfassen bzw. anzubringen, was es im Ballett gibt, denn bei weitem nicht alles lässt sich in diese fünf Bücher einflechten. Aber mir schweben z. B. Anhänge vor, die erklären, was ich im Text beschrieben habe, und darüber hinaus ein paar Zusammenhänge, die man kennen sollte, wenn man sich für Ballett interessiert. Vielleicht führt das ja irgendwann zu einem „kindgerechten“ Ballettbuch für Anspruchsvolle.

E-Book, ca. 200 Seiten, mit verlinktem Glossar 0,99 €

Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com