Ballerina High: Schöne Aussichten!

53_BHigh02_Eurydike_140Meine Verlegerin hat sich mal wieder aufgeregt, weil ich die Vorgaben ein bisschen freier als verlangt ausgelegt habe: »DREI Romane, habe ich gesagt. Das, was du herausgesucht hast, reicht locker für FÜNF!«

»Dann suche ich eben noch ein bisschen mehr und schreibe sieben Romane«, meinte ich. »Weil es ja auch sieben Todsünden sind.«

»Autoren«, war alles, was die Verlegerin dazu noch zu sagen hatte.

Und deshalb ist die Geschichte mit Faith auch noch nicht zu Ende. Oder hat jemand geglaubt, dass ich sie einfach so sterben lasse? 🙂

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Ballerina High: Meine Umbenennungs-Neurose …

53_BHigh02_Eurydike_140… wurde bei Eurydike übrigens durch eine Verkürzung ersetzt: Ich habe »Orpheus« aus dem Titel gestrichen, sodass nur noch Eurydike übrigblieb. Für mich ist das ein weiteres Steinchen der literarischen Rache, die ich für Eurydike, die Unsichtbare, genommen habe.

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Ballerina High: Pas de Quatre – schön, aber inhaltslos

53_BHigh02_Eurydike_140Die vier berühmtesten Ballerinen der Romantik Lucile Grahn, Carlotta Grisi, Fanny Cerrito und Marie Taglioni führten 1845 das von Jules Perrot choreografierte Ballett-Divertissement auf. Die Damen waren sich aber von Anfang an nicht grün, sodass Applausordnung und Auftrittsfolge von Jules Perrot festgelegt werden mussten, um Ärger zu vermeiden. Es gab wahrscheinlich aus diesem Grund auch nur vier Vorstellungen.

Nicht nur wegen der historischen Zwistigkeiten ist dieser Tanz für Faith unerträglich. Er scheint ihr über genauso wenig Inhalt zu verfügen wie ihr eigenes Leben. In der rigorosen Tanzordnung fühlt sie sich wie eine Marionette. Dazu kommt, dass auch die Mitschülerinnen Ava, Norma und Heather ihre Probleme damit haben, nicht der Nabel der Welt zu sein, wie die vier Ballerinen es getan haben. Mehr verrate ich noch nicht, jedoch sollte man sich für die folgenden Romane die Szene merken, in der Faith fast über die Ferse eines anderen Mädchens stolpert.

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Ballerina High: Trägheit, die Todsünde

53_BHigh02_Eurydike_140Heather, Norma und Ava hätten Faith helfen können, entscheiden sich jedoch im letzten Moment dagegen, weil sie den Glauben nicht aufgeben wollen, dass trotzdem alles in Ordnung ist. Gleichzeitig geben sie jedoch ihre Freundin Faith auf, was auch Glaube heißt – paradox, nicht? Und nur genau in diesem Umfeld kann Faith vorerst den Abgang in die Unterwelt wagen.

Ich habe mich in diesem Punkt an der Realität orientiert. Psychische Beeinträchtigungen werden nicht erkannt oder das Wissen, dass etwas nicht stimmt, verdrängt, weil die Veränderungen, die daraus für die betroffene Gruppe erfolgen würden, immens sind. Das System um den Beeinträchtigten herum funktioniert »irgendwie«; deshalb besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf, etwas zu ändern. Früher oder später wird es jedoch für den Beeinträchtigten, der quasi der Symptomträger für das »erkrankte« System ist, unerträglich, und er bricht aus. Das System um ihn herum fällt zusammen – jetzt werden Veränderungen möglich.

Warum jedoch muss es erst soweit kommen? Die Beteiligten um den Beeinträchtigten herum müssten, um einen Zusammenbruch zu verhindern, ständig ihre eigene Funktion in der Gruppe analysieren, was, seien wir ehrlich, nervig und zeitaufwändig ist. Dabei können auch unangenehme Dinge wie unangemessene Verhaltensweisen herauskommen. Und wer will sich schon selbst so genau gespiegelt sehen? Also ist wohl die Trägheit menschlich, wenn auch nicht unbedingt förderlich. Welche Folgen sie für die Serie Ballerina High hat, habe ich im dritten Band Diana aufgegriffen.

Das ist aber nur eine Teilwiedergabe der Sage. Schließlich hat Eurydike sich mit Orpheus’ Hilfe noch einmal auf den Weg in die Oberwelt gemacht, und auch Faith soll diese Gelegenheit bekommen. Sie lässt nicht nur ihre entsetzten Mitschüler zurück, sondern auch ihre Rolle als »Mère« im Pas de Quatre, die jetzt neu besetzt werden muss. Damit werden neue Probleme aufgeworfen – auch im dritten Band Diana.

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Ballerina High: Literarische Rache für Eurydike

53_BHigh02_Eurydike_140In den »Sagen des klassischen Altertums« ist Eurydike eine ziemliche Langweilerin. Sie gibt alles auf, was ihr Dasein ausmacht, statt zu fordern, dass Orpheus sich gefälligst auch nach ihr richtet. So konnte ich das natürlich nicht stehenlassen! Ich wollte, dass Faith als Eurydike die depressive Phase auslebt, wenn auch größtenteils in ihrem Kopf, und mit ihrem daraus resultierenden Verhalten ihre Mitschüler stark verunsichert.

Aber wie sieht es im Kopf eines Menschen aus, der sich täglich ein bisschen mehr von der Realität entfernt? Man muss nicht mit Chemikalien experimentieren, um das herauszufinden. Jeder ist mal traurig, ohne gleich krank zu sein. Diese Phasen kommen und gehen auch bei einem »gesunden« Menschen. Ich setze das Wort in Anführungszeichen, weil die World Health Organization (WHO) dazu zwar eine Definition anführt, aber diese auch Spielraum lässt: Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Kann man mit diesen Vorgaben auch eine Definition für den literarischen Hausgebrauch ableiten? Ich bezeichne Krisen, die mit merklicher psychischer Labilität einhergehen, als »seelische Grippe«, die wie die virale Grippe den ganzen Menschen in Mitleidenschaft zieht. Man fühlt sich schlapp, traurig bis hin zur Depression, will in Ruhe gelassen werden und schlägt sich mit angsteinflößenden Träumen und Gedanken herum. Irgendwann wird es besser, aber man braucht viel Geduld und vor allem das Verständnis seiner Mitmenschen. Daran mangelt es in der High School, weil Faiths Mitschüler natürlich nicht als fertige Psychologen auf die Welt gekommen sind.

Zurück zur Sage: Nach Eurydikes endgültigem Entschwinden singt Orpheus allein bis an sein Lebensende nur noch traurige Weisen. Eurydike hingegen kann unbehelligt in der Unterwelt weiterexistieren, frei von Kummer und Sorgen. Davon erfährt der Sagen-Fan aber nichts. Deshalb sieht Faiths literarische Rache in Eurydikes Namen so aus, dass sie nach ihrer bewussten Entscheidung zum Suizid zunächst in den Köpfen ihrer Mitschüler weiterlebt. Und das hat teilweise ziemlich heftige Auswirkungen.

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Ballerina High – mütterliche Rache: Von Orpheus zu Elijah

53_BHigh02_Eurydike_140»Lies doch selbst nach, wie das genau mit dem Frontman der Argo-Boys und seiner Ische lief!«, rief meine Tochter wütend. Dann knallte ihre Zimmertür zu. Da sie sich nicht von mir korrigieren lassen wollte, habe ich meine Anmerkungen dazu hier festgehalten. Ich weiß, dass sie auch den Werkstattbericht lesen und sich darüber ärgern wird. Aber dann wird es zu spät sein für Änderungen, denn dann liegt, so hoffe ich, das Buch schon der Öffentlichkeit vor. Merke also: Lege dich nicht mit Autoren an, denn sonst findest du dich in einer der nächsten Publikationen wieder!

Trotzdem möchte ich meiner Ältesten an dieser Stelle danken. Denn ihre verbalisierte Wut über ihre »Ausbeutung« brachte klipp und klar auf den Punkt, welche Archetypen sich hier finden. Auf der einen Seite steht Orpheus, der von sich überzeugte Musiker, der nicht mal seiner Liebsten vertraut und durch eine Unachtsamkeit alles kaputtmacht. Auf der anderen Seite findet sich Eurydike, die passive »Ische«, die niemanden hat, mit dessen Hilfe Orpheus um ihre erneute Freilassung hätte verhandeln können! Aber gut, so ist das wohl in der Welt der Sagen: Die Männer verhalten sich heroisch-aggressiv und die Frauen ein bisschen zurückgeblieben und inaktiv. Trotzdem hatte ich damit für den zweiten Roman zwei astreine Charakterisierungen.

Der »Frontman der Argo-Boys« hieß übrigens nicht Orpheus, sondern Iason, der mit den Argonauten auf die Jagd nach dem Goldenen Vlies ging. Seine »Boys« nannten sich Argonauten, weil sie auf dem Schiff Argo herumschipperten. Orpheus war einer von ihnen und besänftigte mit seinem Lyraspiel die Sirenen, die mit ihrem Gesang ganze Schiffe kentern ließen.

Das mit der »Ische Eurydike« wurmte mich aber so sehr, dass ich mir dazu auch noch etwas ausgedacht habe.

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Ballerina High: Der Lyraspieler und die Nymphe

53_BHigh02_Eurydike_140Bevor diese Sage den Weg in die Youth Ballet High School fand, habe ich bewusst ein kleines Bildungsdrama inszeniert: Meine älteste Tochter hatte sich in der Schule wochenlang intensiv mit griechischer Geschichte befasst und vehement gefordert, etwas von ihrem neuen Wissen in die neue Serie einfließen zu lassen. Nachdem ich sie und ihre Schwester beim Lit.Limbus Dance Floor eher kurz gehalten habe, was die Einbringung ihrer Ideen betraf, bestand sie nun darauf, ein griechisches Liebespaar im Stil von Romeo und Julia zu kreieren. Irgendwann ging mir ihre ständige Vermischung des Shakespeare-Dramas mit griechischer Mythologie so auf die Nerven, dass ich sie dazu verdonnerte, wenigstens die komprimierte Ausgabe von Gustav Schwabs »Sagen des klassischen Altertums« zu lesen, die von 1838 bis 1840 in drei Bänden herausgegeben wurden. (Das Buch, das sie lesen musste, ist in modernem Deutsch verfasst. Es besteht also kein Grund, die Polizei einzuschalten.) Auf Seite 200 von 556 trat sie jedoch in Lesestreik, weil sie sich nicht von mir ausbeuten lassen wolle: »Lies doch selbst nach, wie das genau mit dem Frontman der Argo-Boys und seiner Ische lief!« Diese auf so vielen Ebenen verstörend falsche Aussage lieferte immerhin die Charakterisierung dieses Liebespaares. Hier jedoch zunächst die Sage der beiden:

Der Halbgott Orpheus und die Nymphe Eurydike verliebten sich ineinander und heirateten. Blöderweise wollte Aristaios, der Gott der Imkerei, Eurydike vergewaltigen. Als sie floh, trat sie auf eine Schlange und starb durch ihren Biss.

Orpheus war natürlich betrübt und versuchte sie mit seinem Lyraspiel aus dem Totenreich zu befreien, und Hades, der Gott der Unterwelt, ließ ihn mit ihr ziehen, weil Orpheus’ Spiel ihn so sehr rührte. Jedoch stellte Hades eine Bedingung: Orpheus sollte Eurydike an der Hand aus dem Hades führen, musste aber die Augen schließen und durfte sie erst wieder öffnen, wenn er in der Oberwelt angekommen war. Erst dann würde Eurydike wieder lebendig.

Aber Eurydike war zu diesem Zeitpunkt ein körperloser Geist. Und so wurde es Orpheus irgendwann unheimlich, Eurydike nur hinter sich zu wissen, aber nicht zu hören. Und so öffnete Orpheus doch die Augen, kurz bevor sie die Oberfläche erreichten – und wusch! war Eurydike für immer in der Unterwelt gefangen. Orpheus spielte und heulte noch ein bisschen herum, aber Hades hatte keine Lust mehr auf ihn und seine Sonderwünsche. Orpheus musste allein in die Oberwelt zurück.

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Ballerina High: Entspannung in den Abgründen der Seele

53_BHigh02_Eurydike_140Eine Konzeptserie hat es in sich! Das wusste ich jedoch nicht erst, als das erste Kapitel des Romans Carmen fertig war. Schon die Serie Lit.Limbus Dance Floor führte mich regelmäßig an diverse Grenzen, die mich hin und wieder an meinem Konzept zweifeln ließen.

Nach dem Abschluss des ersten Romans der neuen Serie Ballerina High hatte ich das Gefühl, dass es noch eine Spur heftiger geht. Nicht nur, dass meine Verlegerin ständig herummaulte, hier müsse ich »noch amerikanischer«, da noch »juveniler« formulieren. Nein, sie forderte Action – Action – Action, und zwar am laufenden Band.

»Himmelherrgott, dann schreib’s doch selbst«, dachte ich des Öfteren. Hat sie aber nicht. Tja, und als ich den letzten Punkt in Carmen gesetzt hatte, dachte ich: Woah. Da hat sich aber jemand einen geistigen Urlaub verdient. Auf in entspanntere Gefilde! Ich verrate es gleich: Es wurde nix draus.

Da ihr bereits wisst, dass ich ein Vintage-Music-Fan bin, wird es euch nicht wundern, dass ich eine ganz und gar unheimliche Leidenschaft für diverse Sagenwelten hege. Die anscheinend bei Frauen so populäre Edda gibt mir allerdings nicht viel, weil – na ja, Mainstream eben. Vielleicht im nächsten Leben!

Aus den bereits im ersten Werkstattbericht genannten familiären Gründen stehe ich derzeit auf den Olymp. Dazu kommt, dass es im klassischen Ballett Unmengen von Choreographien zu griechischen und römischen Göttern gibt, die sich herrlich mit dem Thema »Todsünden« verquicken lassen. Die Melodien sind eingängig und zum Teil aus Funk und Fernsehen bekannt, da die Werbeindustrie keine Hemmungen hat, diese Melodien für ihre Produkte zu verwursten. Folglich griff ich fröhlich in die Tanzkiste und zog die Choreographie zweier Liebender hervor, die prompt ein interessantes Eigenleben entwickelten: Orpheus und Eurydike aus der gleichnamigen Oper von Christoph Willibald Gluck und Ranieri de’ Calzabigi.

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Ballerina High Band 2: Eurydike

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Die neue spannende Ballettserie von Alicia Mirowna

Stumpf absolviert Faith tagein, tagaus die Proben für die Abschlussgala: Ihr Stipendium an der Youth Ballet High School wird nicht verlängert werden. Selbst ihre Rolle im Grand Pas de Quatre kann Faith nicht mehr aus ihrer Lethargie reißen. Denn die Aussicht, die Nachmittage bald wieder mit ihrer depressiven Mutter zu verbringen, erstickt den letzten Funken Hoffnung.
Einzig der Wunsch nach Perfektion bleibt und isoliert Faith mehr und mehr von ihren Freunden und der Realität. Gefangen zwischen dem Zwang, das Blatt aus eigener Kraft zu wenden und der tiefen Hoffnungslosigkeit, greift Faith zu gefährlichen Substanzen.
Der flippige Elijah könnte sie aufmuntern. Als jedoch alles darauf hindeutet, dass Faith nicht mehr lang durchhält, erkennt nicht einmal er die Anzeichen für die Dummheit, die sie plant – und Niemand, Faiths imaginärer Antagonist, spielt den gefürchteten Trumpf …

Eine High School im Norden von Ohio, USA: Basierend auf der Sage von Orpheus und Eurydike, in welcher der talentierte Lyraspieler die geliebte Nymphe aus dem Totenreich befreien will, müssen die jugendlichen Protagonisten die Gratwanderung zwischen Bequemlichkeit und Verantwortung absolvieren. Vermeintlich unabhängig, treffen die Jugendlichen die einfachere Entscheidung. Aber werden sie mit den Konsequenzen leben können?

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Ballerina High: Schon auf Rang 1+2

Hui, das ging ja dieses Mal flott bei Amazon! Dabei erscheint Eurydike erst am 15.01.2016. Großes Dankeschön an die treuen Leser 🙂

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