Ballerina High: Aufhören oder Weiterschreiben?

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Weiterschreiben natürlich! Der Roman Diana war für mich so ähnlich wie Swanlake, der dritte Band der Dance-Floor-Serie. Ich war mit allen Figuren warm geworden und hatte das Gefühl, dass jetzt alle da sind, wo sie hingehören. Aus den ersten Skizzen bildeten sich konkrete Charaktereigenschaften heraus und halfen mir, den Plot zu steuern (oder wie in Sam Connors Fall zu stören). Latente Sympathien konnte ich ausbauen, weil ich wusste, dass ich noch genügend Platz hatte, um sie auszuleben. Ich wusste sogar schon, wen ich dauerhaft nicht würde leiden können. Mein Bestreben, so viele Persönlichkeitsanteile einer Person wie möglich zu entdecken, bescherte mir allerdings auch ein paar Überraschungen, die nicht immer angenehm waren. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr einer Figur in einer Szene freie Hand lasst, nur um hinterher festzustellen, dass der Anschluss an die nächste Szene nicht mehr funktioniert? – Heather war so eine Kandidatin.

Neu war, dass bei einer Figur aus Sympathie recht schnell Antipathie wurde, die ich, wenn die Verlegerin mich lässt, in einer Fortsetzung verarbeiten werde. Offensichtlich habe ich mit dem Schreiben dieser Serie eine Schwäche für Bösewichte entwickelt. Wie sich das auf den Plot auswirkt, erfahrt ihr im nächsten Roman!

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Ballerina High – Spitzenschuhe: Wenn Kleber zum Hauptbestandteil wird

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Während ich den ganzen Sommer des Jahres 2015 fröhlich vor mich hinfabulierte und ein bisschen mit meinem ausgegrabenen Wissen protzte, hatte ich nebenbei das Vergnügen, etwas zum Thema Spitzenschuhpflege zu lernen. Die Dinger sind heiß begehrt und nicht ganz billig, wenn man seinen Füßen etwas Gutes tun will. Und obwohl sie recht solide aus Leder und literweise Leim geklebt und genäht werden, schaffen es diverse Elevinnen in meiner unmittelbaren Umgebung, sie in kürzester Zeit in ihre Bestandteile zu zerlegen.

Okay, ich muss meinen Ablegern zu Gute halten, dass sie auch bei größter Hitze in die Schuhe steigen, um zu trainieren, was bedeutet, dass bei realen 38° C schon mal die Deckschicht aus Satin durchweichen kann. Und die Box, die die Zehen schützen soll, ist auch nicht bruchsicher – man muss nur lang genug tanzen! So konnte ich mich an den besonders heißen Nachmittagen damit vergnügen, Lederflecken zuzuschneiden, sie auf die Spitzen und den vorderen Teil der Spitzenschuhsohle zu kleben, trocknen zu lassen – und am nächsten Tag erneut anzukleben. Man macht sich keine Vorstellung, wie schnell Schweiß sogar bombenfesten Alleskleber auflösen kann.

Das Ergebnis waren Klebereste an den Fingern, der PC-Tastatur und irgendwann in der ganzen Wohnung. Und auch der Geruch der Schuhe veränderte sich von fuß- zu lösungsmittelfettig. In dieser besonderen olfaktorischen Atmosphäre konnte ich mich natürlich optimal in die Youth Ballet High School beamen.

Ich würde aber niemandem empfehlen, der sich auch einmal an einem Ballettroman versuchen will, sich absichtlich diesen Dünsten auszusetzen. Es ist allemal gesünder, die eigene Fantasie zu bemühen.

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Ballerina High: Schlagabtausch der Götterväter

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Väter gehen mit ihren Söhnen zum Fußball, Mütter mit ihren Töchtern zum Ballett, besagen Klischee und Wirklichkeit. Aber es gibt auch Väter, die ihre Söhne toll finden, weil sie zum Ballett gehen. Christophers und Tylors Väter gehören dazu und bekommen im dritten Band von mir einen kurzen, aber ganz besonderen Auftritt zugestanden. Die Verlegerin war sich nicht sicher, ob man am Ende jedes Romans mit der Mythos-Keule kommen muss, aber in den ersten drei Romanen wollte ich es so. Bei Konzeptserien hat man als Autorin schließlich auch ein bisschen Mitspracherecht.

Ich wollte außerdem den Übergang von der griechischen in die römische Sagenwelt etwas glatter gestalten, weg von Zeus, hin zu Jupiter, der in zahlreichen Quellen als Dianas Vater genannt wird. Das passte auch ganz gut in die Schlussszene, in der Christopher sich, ganz Diana, an Tylor, der von mir die Rolle des Actaeon bekommen hat, rächt. Mission accomplished!

Damit hatte es sich aber auch mit meinen Sagenwelt-Recherchen; schließlich gibt es auch noch genug andere Quellen, die den Todsünden gerecht werden.

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Ballerina High: Und schon wieder der Grand Pas de Quatre!

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Die Verlegerin ist in vieler Hinsicht eine Paragraphenreiterin und Erbsenzählerin. Aber das weiß sie und steht dazu. Deshalb kann ich ihr auch nicht so recht grollen, dass sie mir immer wieder diesen einen Tanz aufgedrückt hat, weil sie der Meinung war, dass ich noch nicht alles herausgeholt hätte. Im Nachhinein kann ich das natürlich bestätigen, schon weil sie mir im Nacken sitzt und den Werkstattbericht freigeben muss! Aber man sollte die romantischen Tänze tatsächlich nicht unterschätzen. Was an Handlung fehlt, kann mit ein bisschen erfundener Hysterie wunderbar aufgefüllt werden.

Das Ursprungsquartett Faith, Ava, Norma und Heather ist zu Beginn des dritten Romans bereits gescheitert, da Faith ausgeschieden ist. Zoe, Faiths Ersatz, hat ihre liebe Not, den Platz im Grand Pas de Quatre auszufüllen. Für das entsprechende Kapitel habe ich ziemlich lang gebraucht und es beim Überarbeiten so oft umgeschrieben, dass von der Urfassung nur noch ein Absatz übrig geblieben ist. Welche gedanklichen Prozesse dabei abgelaufen sind, könnt ihr im Roman nachlesen.

Als Inspirationsquelle empfehle ich übrigens die Videos der New Yorker Ballets Trockadero de Monte Carlo, die die staubtrockene Choreografie hinreißend parodieren. Anhand dieser Parodie habe ich eine Ahnung gewonnen, wie schwierig es gewesen sein muss, die Erstaufführung 1845 auf die Beine zu stellen.

Ach ja, und wo wir es gerade von Plots und Cliffhangern haben: Der Grand Pas de Quatre kommt auch in der Schlüsselszene der Ballerina-High-Serie vor, die ihr in Band 6 finden werdet. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, eine ganz besondere Figur einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen. Wer das ist, erfahrt ihr, wenn ihr fleißig weiterlest.

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Ballerina High – ganz relaxt: Band 3

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Und damit wurde das Schreiben endlich lässig. Diana, die römische Entsprechung der griechischen Göttin Artemis, hat übrigens die Verlegerin auf die Idee gebracht, sich nicht nur in der Welt der Sagen zu bedienen, sondern prägnante weibliche Vornamen aus Ballettopern als Romantitel auszusuchen. Zufällig wurden einige sinnstiftend bezüglich der Handlung, die nach Abschluss des dritten Romans die Fortführung erst ermöglichten.

Aber zurück zur allumfassenden Entspannung. Die Bände Carmen und Eurydike waren für mich schwierig. Der Mainstream fordert eine spezielle Art zu schreiben, nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert. Lange Sätze sind zwar schön, aber nicht unbedingt unterhaltsam. Und die Verlegerin verlangte, nachdem sie Eurydike gelesen hatte, noch mehr Unterhaltung, noch mehr Zickenterror, eine Prise Lehrerzoff und einen Cliffhanger. Super, denkt man da im ersten Moment, bis auffällt, dass man für einen Cliffhanger auch eine stichhaltige Konstruktion für einen packenden Plot benötigt. Und die Richtung legt man am besten gleich in den ersten Romanen fest. Wie gut, dass ich vorsichtshalber Stoff für fünf Romane geliefert hatte, was der Verlegerin auf einmal außerordentlich gut gefiel: »Okay, dann gehen wir jetzt aufs Ganze: Bastel was für sieben Romane. Aber wehe, ich finde im dritten Roman nicht genügend Hinweise auf offene Handlungsstränge!«

Ha! Sieg! Und das, nachdem sie sich zunächst mit Händen und Füßen gegen alles gewehrt hat, was mehr als drei Romane umfasst! So kamen Bettany Townsend und Liam Hobbs zu ihrer gemeinsamen Vergangenheit, in der Melissa Connor, Sams verstorbene Mutter, herumspukt. Damit wurde aus Heather mehr als ein kurzfristiger Störfaktor in Jades und Trishas Freundschaft. Und es eröffneten sich ungeahnte Möglichkeiten für den Internatsalltag, der schon im Lit.Limbus-Roman Traumtänzer angerissen wurde.

Wie immer hatte die Verlegerin noch eine Bedingung: »Die Anfangsheldinnen Jade und Trisha müssen noch mal ran, und zwar richtig. Lass dir was einfallen.«

Kein Problem, Chef!

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Ballerina High: Actaeon, der Diana-Stalker

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140In Ovids »Metamorphosen«, die 15 Bücher mit bis zu 900 Versen umfassen, finden sich 250 Verwandlungsgeschichten aus der antiken Mythologie, darunter auch die Sage von Diana und Actaeon:

Der Jäger Actaeon beobachtet die Göttin Diana und ihre Nymphen beim Bad an einer Quelle. Das macht die Göttin so böse, dass sie ihn in einen Hirsch verwandelt und von seinen eigenen Hunden zu Tode hetzen und zerfleischen lässt. – Tja, so kann es gehen!

Ovids »Metamorphosen« bieten aber auch jede Menge Stoff für Choreografien. Ein Blick auf Youtube lohnt sich!

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Ballerina High – Diana: Der Roman mit den vielen Gesichtern 2

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Hier geht’s zum Artikelanfang: Diana – der Roman mit den vielen Gesichtern Teil 1

Dann ist da noch der strahlende Held Christopher, der im dritten Roman komplett abstürzt. Auch er sollte nicht zum Othello werden, wie man am Ende sieht, das war mir dann doch zu offensichtlich. Und auch das Namenswortspiel, das Tylor und Christopher öfter spielen, indem sie sich mit den femininen Varianten ihrer Vornamen ansprechen, wollte nicht so recht zünden. Christopher als Othello und Trisha als Desdemona – man kann es auch übertreiben! Außerdem funkte der recht eigensinnig gewordene Sam dazwischen. Da half nur eins: Das Klischee vom marodierenden Antihelden musste irgendwie umgangen werden. Somit wanderte »Othello« zurück in den Kostümfundus und ließ immerhin eine Ahnung von Eifersucht zurück. Schließlich wollte ich irgendwie auch die Todsünden einbauen.

Da die Paris-Sage als Namensgeberin schon für den Roman »Carmen« im Gespräch war, überlegte ich, ob ich es mit Helena probieren sollte, aber mir ging die ganze weibliche Zurückhaltung, die in dieser Sage zum Tragen kommt, auf die Nerven. Neben dem latenten Zickenterror des dritten Bandes sollte ein Kontrapunkt aus der Mythologie die Sache aufmischen. Tatsächlich fand ich, als meine Liebsten schon längst die Lust am Diskutieren verloren hatten, eine Göttin, die eine ausreichend aggressive Basis mitbringt, um als Sinnbild für Rachsucht zu dienen, und das war, ihr ahnt es bereits: Diana.

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Ballerina High – Diana: Der Roman mit den vielen Gesichtern 1

LL_53_BHigh03_Diana_CS_Cover03U1_140Nachdem ich mit der Namensfindung bei »Eurydike« erstaunlich wenig Schwierigkeiten hatte, wurde es beim dritten Band wieder kniffelig: Der offizielle Name des Grand Pas de Quatre war der Verlegerin »zu französisch« – ach was! Und es ließ sich auch kein Name aus der Hintergrundgeschichte zum echten Grand Pas de Quatre als Titel verwursten, obwohl für das Ballett-Divertissement, das Jules Perrot 1845 choreografierte, gleich vier Primaballerinen mit jeder Menge Extravaganzen zur Auswahl standen. Zwar klingen die Namen Lucile Grahn, Carlotta Grisi, Fanny Cerrito und Marie Taglioni nach großen Dingen, die in Spitzenschuhen auf die Schüler der Youth Ballet High School zueilen. Der Vorname der Ballerina Marie Taglioni war eine Weile im Gespräch, weil ihr Vater angeblich die Spitzenschuhe erfunden hat; mehr dazu im Werkstattbericht zu Band 4. Aber »Marie« kam mir dann doch zu brav daher. Schließlich wird am Ende des Romans nicht nur mit Worten ausgeteilt.

Und so kramte ich noch einmal ausführlich in der Kiste der mythologischen Namen. Mehrere Tage diskutierte ich mit meinen Liebsten darüber. Den Weg, den die Namensentscheidung schließlich nahm, kann ich nicht mehr vollständig nachvollziehen, weil zu viele Namen auf dem Abendbrottisch landeten und teilweise noch den allerersten Plotentwürfen entsprachen, die zum Diskussionszeitpunkt nicht mehr existierten.

So war z.B. der Name »Othello« hinfällig. Der eifersüchtige Feldherr der gleichnamigen Ballettoper, der am Ende seine geliebte Frau Desdemona erwürgt, war ursprünglich die Vorlage für Sam Connor, den rehabilitierten Ladendieb. Mir schwebte ein hochneurotischer Jugendlicher mit psychotischen Schüben vor, bis ich merkte, dass Sam etwas ganz anderes im Sinn hat. (Er hat einfach so damit angefangen. Und ich konnte nix dagegen machen). Folglich hat Sam Jade zwar übel mitgespielt, aber ich hatte Zweifel, ob ein versuchter Mord an Jade nicht doch zu unrealistisch ankäme. (Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.)

Dann ist da noch der strahlende Held Christopher, der im dritten Roman komplett abstürzt. Auch er sollte nicht zum Othello werden, wie man am Ende sieht, das war mir dann doch zu offensichtlich. Und auch das Namenswortspiel, das Tylor und Christopher öfter spielen, indem sie sich mit den femininen Varianten ihrer Vornamen ansprechen, wollte nicht so recht zünden. Christopher als Othello und Trisha als Desdemona – man kann es auch übertreiben! Außerdem funkte der recht eigensinnig gewordene Sam dazwischen. Da half nur eins: Das Klischee vom marodierenden Antihelden musste irgendwie umgangen werden. Somit wanderte »Othello« zurück in den Kostümfundus und ließ immerhin eine Ahnung von Eifersucht zurück. Schließlich wollte ich irgendwie auch die Todsünden einbauen …

Hier geht’s demnächst weiter: Der Roman mit den vielen Gesichtern Teil 2

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Ballerina High Band 3: Diana

Der neue Roman von Alicia Mirowna

Bettany Townsend, Lehrerin der Jahrgangsstufe, macht sich schwere Vorwürfe, dass sie Faiths Hilferufe nicht erkannt hat. Sie muss mit einem Disziplinarverfahren an der Youth Ballet High School rechnen. Dass ihr Kollege Liam Hobbs ihr zusätzlich Steine in den Weg legt, ist alles andere als hilfreich, als es um die endgültige Entscheidung geht, ob Jade oder Trisha den Boléro bei der Abschlussgala tanzen wird.
Zoe soll Faiths Rolle im Pas de Quatre übernehmen. Dumm nur, dass sie besser tanzt als Heather, Norma und Ava und damit das perfekte Gesamtbild zerstört. Tanzt sie jedoch schlechter, wirkt sich das auf ihre Abschlussnote aus. Dazu kommen die kleinen Gemeinheiten der drei Oberzicken – alles nurein Zeichen ihrer Unsicherheit?
Jade kommt inzwischen ganz gut ohne Trisha zurecht, da sie in Heather eine neue Freundin gefunden zu haben glaubt. Doch Heathers zugeknöpfte Art und ihre Sticheleien gegen Trisha machen Jade nachdenklich und die Zeit mit Heather langweilig. Wie gut, dass die verliebte Jade ihre Nachmittage mit Sam verbringen kann! Alles ist rosarot, bis Jade unverhofft hinter sein sorgsam gehütetes Geheimnis kommt und in einen Abgrund starrt. Noch einmal nehmen die Ereignisse einen dramatischen Verlauf, bei dem sogar Blut fließt …

Eine High School im Norden von Ohio, USA: Ein Wort, im Zorn gesagt, kann irreparables Unheil anrichten. Neue Freundschaften erweisen sich als falsch, alte werden auf eine harte Probe gestellt. Machenschaften, in Raserei angezettelt, werden wie im Tanz um Acteon und Diana aufgedeckt und gerächt. Doch zu Ende ist das Schuljahr damit noch lange nicht!

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