Jürgen Heimlich: Wiener Blut, die Besprechung!

44_WienerBlut_Cover01_1_140Wiener Blut läuft – und die Frage steht im Raum: Muss man in einem Wien-Roman wirklich “wienern”, wie es die Autorin Alicia Mirowna tut? Jürgen Heimlich, der die Wiener Depesche bediente, aus der Alicia die lokalen Besonderheiten über Wien entnommen hatte, findet die kritischen Anmerkungen zum Wiener Lokalkolorit interessant und fragwürdig:

Ballett als Thema ist schon mal ein großes Wagnis. Doch wer wagt gewinnt manchmal auch. Dementsprechend ist die Ballett-Serie von Alicia Mirowna ein literarisches Projekt, das abseits des üblichen literarischen Einheitsbreis hervorsticht. Mit Ballett hatte ich nie etwas am Hut, in einem Vortrag habe ich mal davon gehört, dass Ballett der gefährlichste Sport überhaupt wäre, weil hochgradige Verletzungen nie vermeidbar wären. Dies freilich bezogen auf die sogenannten Profis. Das sei auch der Grund, warum diese Könner ihres Fachs nur bis zu einem bestimmten Alter tanzen könnten. Doch dies spielt in dieser Ballett-Serie keine Rolle, schließlich geht es darum, anhand von Ballett die dramatischen Aspekte des Leistungssports darzustellen, und was so alles dazugehört …

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Wiener Depesche – meine Blödheiten, 2. Teil: Google hätt’s auch getan

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jemand anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener44_WienerBlut_Cover01_1_140 Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Man sollte immer alles in homöopathischen Dosen zu sich nehmen, so auch die Fragen, die (nicht nur) mich im Nachhinein grinsen lassen. Nochmals danke, Herr Heimlich, für Ihre Geduld und die Ausführlichkeit:

  • Findet samstags Schulunterricht statt? Weder in Volksschulen noch in Gymnasien ist am Samstag heutzutage Schule!
  • Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten auf Landstraßen, innerorts und in Städten? 100 auf Landstraßen, 50 im Ortsgebiet und 130 auf Autobahnen. Wobei es alle paar Meter Schilder gibt, die auf „70“, „60“ oder was auch immer hinweisen. (Und es ist ja absolut nicht so, dass ich nicht regelmäßig durch Österreich cruise – meine Güte …)
  • Heißt die Organisation „Das rote Kreuz“ auch in Österreich so? Ja, auch in Österreich gibt es das „Rote Kreuz“.

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Wiener Depesche: Was kostet das Leben?

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen44_WienerBlut_Cover01_1_140. Jemand anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Geld! Auch in Wien, bestätigte mir Herr Heimlich. Die Mieten sind ungefähr so hoch wie in Deutschland, wenn man die teuren Münchener, Berliner, Frankfurter, Kölner u. dgl. Viertel weglässt, aber mit 1300 Euronen sollte man pro Monat schon rechnen, wenn man mit Nachwuchs unterwegs ist. (Klingt, mit dem richtigen Job, bezahlbar, oder?) Kindergeld gibt es auch, allerdings nicht so üppig und nach Lebensalter der Kinder gestaffelt, und nennt sich Familienbeihilfe. Als ich die Zahlen gesehen habe, musste ich erst mal schlucken – da sind wir in Deutschland echt gut bedient!

Aber leider nimmt auch in Wien der soziale Wohnungsbau ab. Wenn man also das nächste Mal durch Wien flaniert, sollte man das als Tourist im Hinterkopf haben.

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Wiener Depesche: Meine Blödheiten, 1. Teil

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jeman44_WienerBlut_Cover01_1_140d anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Ich hatte es bereits angekündigt und ich stehe dazu: Ich habe Das Geheimnis von Willoughby auch blöde Fragen gestellt. Herr Heimlich war zwar so diplomatisch und hat auf alles eine Antwort geliefert, aber ich kann es ihm nicht verdenken, wenn es ihn hin und wieder so richtige „gepeidelt“ hat vor Lachen. Also hier nun meine Fragen und seine unverblümten Antworten, die in den ersten Roman bereits Eingang gefunden haben:

  • Wie nennt man den Oberkellner? Ober? Kellner? Anders? Herr Ober höre ich immer wieder. Wobei es den „klassischen“ Oberkellner wohl nur mehr auf dem Papier gibt.
  • Wie heißt das Handy im Alltag? Ich glaube „Handy“. 😉
  • Wien ohne Caféhaus-Szene war für mich undenkbar, deshalb: Was trinken „moderne“ Mütter nachmittags im Café? Das ist eine spannende Frage! „Espresso“ ist da, glaube ich, beliebt, und auch „Cafe latte“. Melange wird sicher auch gerne getrunken. Schlimm finde ich, dass sehr viele mit Nespresso-Sackerln herumrennen. Also, wenn „moderne“ Mütter Cafe in Packerln kaufen, dann bitte bei Julius Meinl oder Tchibo (Eduscho). (Da habt’s ihr’s.)
  • Welche Kosenamen haben Mütter für ihre Kinder? Gibt es etwas, das bei Jugendlichen ab 13 Jahren nicht gern gehört wird? Spatz oder schlimmer noch Spatzi hört mit 13 Jahren niemand gern. Kosenamen höre ich eigentlich erstaunlich selten … Meist sind es Kurzformen der Namen.
  • Welche Kuchen / herzhaften Snacks nimmt man nachmittags im Café zu sich? Die „Haustorte“ (je nachdem, wo man einkehrt), sicher Sacher Torte, Tiramisu-Torte, Ciabatta kann nie schaden, Sacher-Würstel sind ziemlich beliebt, und Toast ist kein Fehler (klassisch: Schinken-Käse). Anm.: Sacher-Würstel bestehen leider nicht aus einem kräftigen Schokoladenteig, sondern sind mit Frankfurtern bzw. unseren Wiener Würstchen zu vergleichen.

Wiener Depesche: Sex sells

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jemand44_WienerBlut_Cover01_1_140 anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Nach dem letzten Roman erreichte mich eine E-Mail, deren Inhalt ich in Auszügen wiedergebe:

Liebe Alicia, als ich gelesen habe, dass der Roman einen männlichen Protagonisten hat, habe ich mich auf eine Geschichte über Homosexualität gefreut. Leider hat sich mein Wunsch nicht erfüllt. Es wäre klasse, wenn du das Thema auch mal einbringen könntest.

Joau. Warum nicht? Wobei ich nicht sicher bin, was der LeProdukt-Information ser sich erhofft. „Einfach nur“ eine Geschichte über die Konflikte, die sich daraus ergeben können, dass sich jemand zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt – oder heiße Bettszenen? Beides schien und scheint mir durchaus möglich, wobei ich es vermeiden möchte, Homosexualität nur auf den Sex zu beschränken, wie es in den Medien nach meinem Geschmack zu oft passiert. Tja, und dann auch noch in einem fremden Land …

Herr Heimlich ist eher zwiegespalten, und wir kennen alle die Reaktionen auf Conchita Wurst. Ich denke, da wird sich in den nächsten Jahren eine Menge ändern, hoffentlich zum Positiven, und somit habe ich das Thema angerissen, aber (noch) nicht ausgewalzt. Homosexualität bleibt aber ein Thema, und das nicht nur, um die Verkaufszahlen hochzutreiben.

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Wiener Depesche: Bohemiens, Avantgarde – Künstlerpack eben

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Je44_WienerBlut_Cover01_1_140mand anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Bitte verzeiht mir diese Überschrift, ich konnte nicht Produkt-Information widerstehen! Natürlich sind Künstler kein Pack, sondern so was wie der Entwicklungsstand einer Gesellschaft. Im Hinblick auf die Bohème ist es sogar eine sozialgeschichtliche Sache, die sich bewusst von der Avantgarde abgegrenzt hat – aber alle haben sich, je nach Geldbeutel, mit Kunst beschäftigt

Wie verhält sich nun so ein Künstler in Wien? Es liest sich ziemlich bekannt, was Herr Heimlich berichtet, man achte auf die Anführungszeichen: Der verkannte Künstler verfügt über einen hohen Grad an Selbstkritik, sucht den Kontakt zu Gleichgesinnten und kann über mehrere Stunden an einem Glas Bier in einem Lokal nippen. Der sogenannte „erfolgreiche“ Künstler gibt sich nicht selten arrogant und allwissend, erklärt gerne seine „Kunst“ (was der verkannte Künstler gewöhnlicherweise nicht tut!). Und weil er „Erfolg“ hat, ist aus seiner Sicht seine Kunst über alle Zweifel erhaben. Dabei ist das „Phänomen“ nicht selten, dass „erfolgreiche“ Musiker, Literaten oder Maler qualitativ stark abbauen, nachdem sich der „Erfolg“ eingestellt hat. So ein Typ ist auch Sandras neuer Chef, Hans-Jürgen Zeidler, genannt Joey. Er weiß, was er tut, fährt allen über den Mund, ist der alleinige Herrscher und kennt als Einziger das Geheimnis einer profunden Vorbereitung zur Teilnahme an Ballettwettbewerben. Punkt.

Ich habe lang überlegt, ob ich ihn wirklich so stereotyp daherkommen lassen soll und beschloss: Yes, I can. Denn mit dieser Allmacht, dem Größenwahn kommen noch ein paar andere Eigenschaften daher, die sich wunderbar verpacken lassen, z. B. seine Fähigkeit, andere Menschen zu manipulieren oder die Tatsache, dass er allein mit seinem Auftreten die Situation kontrolliert. So was nennt man Charisma, oder im destruktiven Fall Sozio- bzw. Psychopathie. (Nein. Kein Hannibal Lector – noch nicht jetzt.)

Wie es sich für einen waschechten Künstler gehört, scharwenzelt er um die Mäzene herum, die seinen Lebensstil finanzieren, also eher reiche Wiener mit „Kunstverständnis“, die theoretisch in Döbling wohnen könnten. Aber das wäre mir wiederum zu einfach gewesen, denn nur weil sich jemand Kunst leisten kann, heißt es nicht, dass er nichts davon versteht … Ich war mir noch nicht ganz klar darüber, wie und ob ich den Umstand mit den Mäzenen einbaue, weshalb man sich auf den zweiten Teil freuen darf.

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Wiener Depesche: Sprach-Schmankerl, 2. Teil

44_WienerBlut_Cover01_1_140Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jemand anders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Der Lerneffekt ist wahnsinnig groß, und vielleicht mag ja jemand nach der Lektüre von Herrn Heimlichs Lektion seine Zuhörer mit ein paar neuen Ausdrücken verblüffen – here we go:

Wie sagt man

  • Das wird anstrengend? Jugendliche sagen da schon mal „Das wird heavy“, Erwachsene eher „Des wird hoart!“ oder „Des wird gaunz schee einegehen“.
  • Sagt man Trottoir oder Produkt-Information Bürgersteig? In Wien / Österreich sagt man wohl eher „Gehsteig“. Anm.: Fünf Euro verloren, Mist!
  • Wie nennt man das Kerngehäuse, das vom Apfel übrig bleibt? Also, meine Generation sagt da wohl „Batzen“, der Ausdruck wird aber nur sehr selten verwendet. Anm.: Ich habe ihn trotzdem genommen. Es klingt einfach zu verlockend.
  • Wie heißt der Windbeutel in Österreich und womit ist er gefüllt? Anm.: Achtung, es droht erhöhter Speichelfluss: Brandteigkrapferl, gefüllt mit Erdbeeren und Schlagobers (kein Österreicher sagt „Sahne“ 😉
  • Anm.: Achtung, noch mal die Gefahr erhöhten Speichelflusses: Gibt es einen Vulgärausdruck für „sich übergeben“? Speiben, ist in Wien/Österreich ein sehr beliebter Ausdruck. 😉

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Wiener Depesche: Die Frage nach der Herkunft

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jemand a44_WienerBlut_Cover01_1_140nders könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

„Wollen Sie eine Familienfehde anzetteln oder einen Bürgerkrieg?“ Nein, eigentlich einen Kapuziner mit dem Herrn Leopold im Caféhaus trinken, dazu ein paar Brandteigkrapferl mit Schlagobers genießen und schon läuft der Plot. Dabei sind Recherchen zur Bevölkerung aber trotzdem unerlässlich, denn Herr Leopold könnte ja aus einem anderen Land stammen und zufällig in Wien gestrandet sein. Zum Beispiel könnte er aus Tschechien kommen. Oder Kroatien. Oder Ungarn! Tja, und dann sollte man sich auch noch irgendwie auskennen, was die Herkunft angeht …

Für Herrn Heimlich ist es kein Problem, dass ich schon einen Ungarn, nämlich Tibor Hurtonyné, Sandra Schmitts Lehrer aus Akademiezeiten, mitbringe. Praktischerweise haben Ungarn und Österreich ja einen historischen Bezug. Man denke nur an Sisi, die schöne Kaiserin Elisabeth, die sich ziemlich oft und gern auf dem Gut in Gödöllö aufhielt und angeblich ihren Teil zur Befriedung Ungarns beigetragen hat, sodass sie nicht nur Kaiserin von Österreich, sondern auch noch Königin von Ungarn wurde (und anscheinend mit dem Revoluzzer Andrassy … aber das ist eine andere Geschichte). Wie überall auf der Welt auch gibt es einen Stadtteil, in dem besonders viele ungarischen Bürger wohnen, und das ist, so ließ mich Herr Heimlich wissen, die Leopoldstadt, der 2. Bezirk Wiens. Es gibt natürlich auch türkische Bürger oder Muslime, und leider, leider bildet Wien anscheinend im Hinblick auf Ghettobildungen keine Ausnahme. Und wie man sich hier denken kann, betreffen die Ressentiments auch die Deutschen, die in Wien wohnen, wobei es sich wohl eher auf das Nicht-ernst-nehmen bezieht. (Wobei – wir nehmen uns ja auch nicht so richtig ernst, oder?) Manche täten sich auch durch besonders ausgeklügeltes „Weanerisch“ hervor, berichtete Herr Heimlich augenzwinkernd, was wohl die echten Wiener sehr amüsant fänden. Mit diesem Background kam auch ein schöner Begriff in meinen Wortschatz, nämlich das „Zerkugeln“, das Kaputtlachen (über die Deutschen. Wer mitlachen möchte, hätte JETZT die Gelegenheit, in den Keller zu gehen …).

Ob ich ihm dafür böse bin? Nö, warum denn? Schließlich sind wir selbst für das Bild, das die Welt von uns hat, verantwortlich. Immerhin haben wir lang an dem Bild des korrekten, arbeitsamen Deutschen gearbeitet, und so sieht das Ergebnis aus – eigentlich ganz gut, denke ich.

Jedenfalls kann man vor diesem Hintergrund eine ziemlich coole Geschichte erzählen: Die piefige Sandra Schmitt, die diesmal so richtig im Mittelpunkt stehen darf, trifft zunächst auf ihren alten Tanzlehrer, dessen „ungarische Herkunft“ sich über die Jahre in Österreich bereits abgeschliffen hat, dann auf Sandor, der in der Leopoldstadt diverse Fäden zieht – und auf Hans-Jürgen, der sich lieber Joey nennen lässt und ein „endkrasses“ Tanzstudio führt. Er ist ein echter Künstler, ziemlich nervig und sabotiert mit Vorliebe seine Mitarbeiter – was für die überkorrekte Sandra Schmitt wirklich schwer zu ertragen ist, gerade in der Stadt der Liebe und der Mehlspeisen.

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Wiener Blut – es fließt …

44_WienerBlut_Cover01_1_140Ausnahmsweise bin ich mal aktuell, während die Waschmaschine piepst – sie ist fertig, ich nicht – und die Familie zu Abend essen möchte, aber das schreibe ich noch rasch, bevor das Abendprogramm startet:

Ich habe gerade Band 5 der Dance-Floor-Staffel als E-Book freigegeben. Leseproben und der ganze Zauber kommen in den nächsten Tagen, es gibt natürlich auch wieder einen sehr lustigen Werkstattbericht von Alicia in kleinen, bekömmlichen Portionen, in denen ihr ihre Schreibblockade wiederfinden werdet und – Tadaaa! – die Fußball-WM. Und wenn ihr aufs Cover klickt, erfahrt ihr, was im 5. Band passiert. (Sollte jemand Rechtschreibfehler finden – sorry, bin a weng in Eile, bitte kurzen Kommentar … )

Wiener Depesche: Sprach-Schmankerl, 1. Teil

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal nachfragen. Jemand and44_WienerBlut_Cover01_1_140ers könnte es wissen! Bis der Roman “Wiener Blut” endlich erscheint, könnt ihr lesen, wie mir mein Informant aus Wien beim Schreiben geholfen hat:

Ursprünglich wollte ich auch Dialoge auf „Weanerisch“ einfügen, aber mit Rücksicht auf das allgemeine Sprachempfinden und Herrn Heimlich habe ich mich dann doch nur des Hochdeutschen bedient. Trotzdem wollte ich ein paar Dingen auf den Grund gehen, die nicht alle Eingang in den Roman gefunden haben, aber es gibt ja eine Fortsetzung:

  • Gibt es den Ausspruch „Halt dei Pappn“ im Sinne von „Halt den Mund“? „Hoit die Pappn“ ist weniger beliebt als „Hoit die Goschn“. 😉 Anm.: Ihr wisst, womit ihr im Roman rechnen könnt.

Was sagt man statt

  • Brand haben – sehr durstig sein? Kommt auch in Österreich/Wien vor! (Anm.: Gott sei Dank!) „I glaub, der Durscht bringt mi um“ ist ein beliebter Song. So mancher Wiener mag diesen Ausdruck hie und da gebrauchen. Ansonsten tatsächlich: „I hob an Brand!“
  • Kohldampf haben – sehr hungrig sein? „Zund“ war früher im Gebrauch, sagt aber kaum wer, auch ich nicht. „Gusta“ für den kleinen Hunger, das ist klar … Anm.: Sagt man bei uns noch „Gusta“? Wenn nicht, fange ich sofort damit an.
  • Ich bin nassgeschwitzt: I transpirier (?) Anm.: Es klingt jedenfalls schweißtreibend – ist gebongt!
  • Mir doch Wurscht! Das ist ja wienerisch! 😉 Anm.: Ach …
  • Reiß dich zusammen! „Jetzt hoit amoi den Raund!“ (hört man aber eher selten …) Anm.: Leider hat Sandra Schmitt es verlangt, und die sagt so was nicht. Aber ich setze alle meine Hoffnungen auf die Fortsetzung.
  • So ein Idiot (zu Deutsch: So ein Spast!) So a Trottel! So a Depp! So a Koffer! Anm.: Wo kommt jetzt bloß die Assoziation zu den Touristen her …?

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