Musik sollte Spaß machen

Joe Brauns Begräbnis. Rache macht glücklich

Arabesque140Werkstattbericht Eisprinzessin, Tatzeit: 11.06.2013, 20.35 Uhr

Wider goes it … und dann war da noch die Musiklehrerin. Ich gebe zu, sie ist ein Extrem. Aber auch sie hat lebendige Vorbilder, an denen ich mich orientieren kann – leider. Die Kernaussage „Musik soll Spaß machen“ ist vollkommen okay. Aber wenn der Spaß nur aufkommt, wenn der Lehrer den Kindern a) nicht sagt, dass sie schlecht spielen und ihnen stattdessen mit fälschlich verteiltem Lob ein völlig falsches Bild von ihrem Können vermittelt, b) nicht darauf achtet, dass sie sich wirklich verbessern und vor allem, und das ist für mich der schlimmste Punkt, d) die Eltern nicht informiert, wenn sich das Kind entweder als talent- oder übungsfrei entpuppt oder gar nicht erst zum Unterricht erscheint, dann könnte ich durch die Decke gehen. Dieser Fall ist bei Molly im ersten Band eingetreten – nach über sechs Wochen rief die Lehrerin endlich bei den Eltern an, dass ihr Früchtchen nicht zum Unterricht erschienen ist. Auch wenn der Leser absolut total und vollkommen auf Mollys Seite steht und mir ihr jederzeit wieder schwänzen würde, um zum Ballett zu gehen, ist das nicht in Ordnung. Es hätte ja auch sein können, dass Molly ganz andere Dinger dreht oder sonstwie Blödsinn macht.

Zudem geht es ja um kostenpflichtigen Zusatzunterricht. Die Eltern bezahlen Geld für eine Leistung, die nicht erfolgen kann, weil sich der Leistungsempfänger sperrt. Wenn eine Waschmaschine streikt, wird der Monteur geholt und der Zustand untersucht. Warum nicht auch bei (Musikunterricht-)Schwänzern? Der schlimmste Fall wäre natürlich, wenn herauskäme, dass das Kind keine Lust auf den Unterricht hat und lieber aufhören möchte. Wenn es zu den Kindern gehört, die nicht sofort wechseln wollen, wenn sich Schwierigkeiten auftun, könnte man dem nachgeben (oder auch nicht). Natürlich sollte man sich dann auch als Eltern die Frage stellen, warum das Kind nicht vorher darüber mit ihnen gesprochen hat. Und auch der Lehrer muss sich fragen lassen, was da schiefgelaufen ist: falsches Instrument, falsche Lehrtechnik, langweiliger Unterricht, zu lax, zu streng, zu …?

Ich will nicht wissen, wie viele Kinder den Musikunterricht besuchen, ohne etwas mitzunehmen, weil sich jeder denkt, dass es sowieso „nur“ Musikunterricht ist. Schade um die Energie, die die Lehrer in die wirklich interessierten zukünftigen Musiker stecken könnten …

E-Book, ca. 200 Seiten, mit verlinktem Glossar 0,99 €

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